1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ostmitteleuropa

Tschechiens Wirtschaft im Wachstum

- Das Bruttoinlandsprodukt der Tschechischen Republik stieg 2001 um 3,6 Prozent

Prag, 22.3.2002, RADIO PRAG, deutsch, Lothar Martin

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Tschechischen Republik hat sich im Jahr 2001 um 3,6 Prozent erhöht. Die tschechische Wirtschaft hatte damit im zurückliegenden Jahr einen der größten Anstiege in ganz Europa zu verzeichnen. Mit diesem Ergebnis wurden die BIP-Zuwächse der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten und auch von Japan klar übertroffen. Unter den angrenzenden Nachbarstaaten lag Tschechien ebenso vor Polen und der Slowakei, während man zu Tempomacher Ungarn fast aufgeschlossen hat.

"Das Wachstum haben die Bürger in den höheren Löhnen und den größeren Möglichkeiten, ihr Geld ausgeben zu können, gespürt. Es gibt jedoch auch negative Folgen: Mit dem ökonomischen Wachstum steigen zum Beispiel auch die Preise für Immobilien. Der Erwerb von Wohnungen wird damit teurer", machte der Analytiker des PPF-Investionsfonds Pavel Kohout deutlich.

Mit dem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes zeigten sich insbesondere die Politiker der regierenden Sozialdemokraten (CSSD) zufrieden. Der Parteivorsitzende und Vizepremier Vladimir Spidla sieht in diesem Ergebnis die Wirtschaftspolitik seiner Partei bestätigt und bezeichnete es als "einen klaren Erfolg der Regierung."

Premier Milos Zeman ist zudem von einem weiteren Anstieg überzeugt. "Ich bleibe bei meiner Prognose des BIP-Wachstums von vier Prozent, denn ich halte sie für realistisch", bekräftigte Zeman am Donnerstag (21.3.) eine von ihm schon früher getroffene Einschätzung.

Die Vorsitzende des Tschechischen Statistischen Amtes Marie Bohata sagt der wirtschaftlichen Entwicklung Tschechiens eine ebenso positive Entwicklung voraus, ist bei der Höhe des zu erwartenden Zuwachses jedoch längst nicht so euphorisch wie Ministerpräsident Zeman: "Unser Modell bezieht die Dynamik der vorangegangenen Zeiträume mit ein, und daraus geht hervor, dass wir für das nächste Quartal mit einem Wachstum von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rechnen können, was einem Zuwachs von 0,8 Prozent gegenüber dem letzten Quartal entsprechen würde." (ykk)

  • Datum 25.03.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/21tX
  • Datum 25.03.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/21tX