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Ostmitteleuropa

Tschechien: Nur 4 Prozent des BIPs für Bildungswesen

– Sozialdemokratische Vision einer "Gesellschaft der Bildung" nicht erreicht

Prag, 28.6.2002, RADIO PRAG, deutsch, Silja Schultheis

Für die rund 1,5 Millionen Schüler der Tschechischen Republik war am Freitag (28.6.) der letzte Schultag. Die nächsten zwei Monate können sie jetzt erst einmal ausspannen. (...) Das Ende dieses Schuljahres markiert zugleich auch das Ende der Amtszeit von Schulminister Eduard Zeman.

Obwohl die Sozialdemokraten wieder die Wahlen gewonnen haben, wird er in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr im Amt sein. Was hat Eduard Zeman in den letzten vier Jahren im Schulwesen verändert?

Angetreten war die sozialdemokratische Regierung ja mit dem hehren Vorhaben, aus der tschechischen Gesellschaft eine "Gesellschaft der Bildung" zu machen. Zu diesem Zweck sollten unter anderem die staatlichen Ausgaben für das Bildungswesen sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind es knappe vier Prozent, dennoch verbuchte es Eduard Zeman am Freitag im Tschechischen Rundfunk als Erfolg für sich, dass es gelungen sei, die Gehälter der Lehrer spürbar zu erhöhen. Von einem überdurchschnittlichen Gehalt der Lehrer - wie es angekündigt war - kann jedoch heute bei Weitem noch nicht die Rede sein.

Als größten Misserfolg bezeichnete der scheidende Schulminister am Freitag im Tschechischen Rundfunk die Tatsache, dass sein Entwurf für ein neues Schulgesetz im April dieses Jahres vom Abgeordnetenhaus abgelehnt worden war. (ykk)

  • Datum 02.07.2002
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