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Reise

Tschechien: Nationalparks für Ökotouristen

Das tschechische Parlament hat ein neues Nationalpark-Gesetz verabschiedet. Damit hat der Naturschutz zukünftig Vorrang. Touristen sollen trotzdem bisher noch unbekannte Orte in den vier Nationalparks entdecken dürfen.

Die Nationalparks werden fortan in jeweils vier Zonen mit unterschiedlichen Schutzniveaus untergliedert. Zugleich werden selbst die Kernzonen mit den schärfsten Bestimmungen für einen sanften Ökotourismus zugänglich gemacht. "Für Touristen eröffnen sich bisher unbekannte Orte", sagte Umweltminister Richard Brabec.

Entscheidend sei nun, wie die neuen Zonen aufgeteilt werden, betonte die Umweltorganisation Hnuti Duha (Regenbogen-Bewegung). Die Naturschützer befürchten, dass einige der wertvollsten Gebiete ihren besonderen Status verlieren könnten. Im Gesetz fehle dahingehend eine Mindestverpflichtung.

Als Nationalpark geschützt sind die Böhmische Schweiz an der Elbe, das Riesengebirge in Nordböhmen und der Böhmerwald (Sumava), der nahtlos an den Bayerischen Wald anschließt. An der Grenze zu Österreich befindet sich der kleinste Nationalpark Podyjí. 

Der tschechische Umweltminister Richard Brabec hatte sich gegen einen von Präsident und Senat unterstützten Entwurf durchgesetzt, der die Parks deutlich stärker für privatwirtschaftliche Interessen geöffnet hätte. Für die Novelle in ihrer jetzigen Fassung haben 117 Abgeordnete bei 18 Gegenstimmen votiert.

is/ch (dpa)