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Aktuell Afrika

Tschad räumt in Mali auf

Seit dem spektakulären Überfall auf ein Gasfeld in der algerischen Wüste galt er als einer der meistgesuchten Terroristen Afrikas. Nun soll Moktar Belmoktar in Mali getötet worden sein - von Soldaten aus dem Tschad.

Moktar Belmoktar und mehrere andere Terroristen seien bei einem Angriff auf ein Islamisten-Camp im Norden Malis ums Leben gekommen, teilte der Generalstab der tschadischen Armee in N'Djamena mit. Das Camp wurde bei dem Angriff im Ifoghas-Gebirge vollständig zerstört, heißt es.

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Tschad: Terrorchef Belmoktar angeblich tot

Der Algerier Belmoktar, genannt "der Einäugige", ist ein früherer Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI). Im Oktober vergangenen Jahres gründete er seine eigene Organisation: Seine Gruppe Al-Mulathamin ("Die mit Blut unterzeichnen") ist für die Geiselnahme auf einer algerischen Gasförderanlage verantwortlich, bei der im Januar 37 ausländische Geiseln getötet wurden. Belmoktar hatte seither wiederholt mit weiteren Angriffen gedroht, sollte der französische Kampfeinsatz in Mali nicht eingestellt werden.

Auch Abou Zeid soll nicht mehr leben

Erst am Freitag hatte der Tschad den Tod eines anderen wichtigen Islamistenführers in Mali gemeldet. Der aus Algerien stammende Extremist Abdelhamid Abou Zeid sei am 22. Februar ebenfalls im Ifoghas-Gebirge im Nordosten Malis von tschadischen Soldaten getötet worden, sagte Staatspräsident Idriss Déby. Die Regierungen in Mali, Frankreich und Algerien bestätigten die Angaben bisher allerdings nicht.

Über den Tod von Abou Zeid hatte es bereits am Donnerstag Spekulationen gegeben; der algerische Privatsender Ennahar TV berichtete, die Leichname Zeids und etlicher weiterer Islamisten seien von französischen Truppen im Norden Malis entdeckt worden. Abou Zeid, dessen richtiger Name Mohamed Ghdiri lautet, ist ein etwa 40 Jahre alt. Sein Name tauchte erstmals 2003 im Zusammenhang mit der Entführung von 32 europäischen Touristen in der algerischen Sahara auf.

Französische Truppen führen seit Mitte Januar einen Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali. Unterstützt werden sie vor allem von rund 2000 Soldaten aus dem Tschad. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit auf das Ifoghas-Gebirge, wohin sich islamistische Gruppen zurückgezogen haben.

re/wa (afp, ap, dpa, rtr)

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