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USA

Trumps künftiger Botschafter in Berlin: Richard Grenell

Der Posten des US-Botschafters in Deutschland ist seit Trumps Amtsantritt verwaist. Jetzt steht fest: Die Aufgabe übernimmt der frühere außenpolitische Kommentator Richard Grenell.

USA Richard Grenell (Imago/ZUMA Press)

Richard Grenell (Archivbild)

Der 50-Jährige Grenell zählt zu den engen und frühen Unterstützern Donald Trumps und ist ein erfahrener Außenpolitiker. Unter Präsident George W. Bush war Grenell von 2001 bis 2008 Sprecher des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen.

2010 gründete Grenell, der an der Elite-Universität Harvard einen Abschluss in öffentlicher Verwaltung machte, eine weltweit operierende PR-Firma. Er tritt regelmäßig als Kommentator im konservativen Fernsehsender Fox News auf. Grenell hat eine langjährige Beziehung zu einem gleichgeschlechtlichen Partner und bekennt sich offen zu seiner Homosexualität.

"Untrennbare Verbindung zu Europa"

Bevor er nach Berlin umziehen darf, muss der 50-Jährige zwar noch das Nominierungsverfahren im Senat durchlaufen. Auf seinem Twitter-Konto hat er jedoch an oberster Stelle eine Botschaft platziert, die bereits als freundlicher Gruß an sein mögliches künftiges Gastland gelesen werden kann: "Wir haben eine untrennbare Verbindung zu Europa. Wir teilen viele gemeinsame Werte."

Erste Berichte über eine mögliche Nominierung des im US-Bundesstaat Michigan geborenen Grenell zum US-Botschafter in Deutschland gab es bereits im Juli. Die Stelle des amerikanischen Botschafters in Berlin ist seit dem Ausscheiden von John Emerson mit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar verwaist. Die Geschäfte werden derzeit vertretungsweise von Kent Logsdon wahrgenommen. Deutsche Politiker hatten auf eine rasche Besetzung der Stelle gehofft, um den diplomatischen Draht zwischen beiden Staaten wieder zu verbessern.

Im Kurzbotschaftendienst veröffentlichte Grenell vor einigen Tagen ein Foto, das ihn mit strahlender Miene neben Trump im Oval Office zeigt: "Danke, Herr Präsident" steht darunter.

Er schreibt zwar nicht, wofür er sich bedankt - aber es darf vermutet werden, dass er den Job in Berlin meinte.

qu/AR (dpa, rtr, afp, APE)

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