Trumps ″Drecksloch-Äußerung″: Afrikanische Staaten fordern Entschuldigung | Aktuell Afrika | DW | 13.01.2018
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Rassismus-Vorwürfe gegen Trump

Trumps "Drecksloch-Äußerung": Afrikanische Staaten fordern Entschuldigung

Donald Trump will das Wort so nie gesagt haben. Doch der US-Präsident soll seine Bemerkung von "Drecksloch-Ländern" zurücknehmen, fordern 54 afrikanische UN-Botschafter.

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Empörung über Donald Trump

Die afrikanischen Vertreter bei den Vereinten Nationen haben sich zu einer Dringlichkeitssitzung über die angebliche Äußerung von US-Präsident Trump getroffen. Der soll im Zusammenhang mit unerwünschter Migration in die USA von "Drecksloch-Ländern" gesprochen haben. Die 54 UN-Botschafter erklärten, sie seien "äußerst erschüttert über die empörenden, rassistischen und fremdenfeindlichen Bemerkungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten", über die Medien umfangreich berichtet hätten. Sie forderten Trump auf, sich für die Bezeichnung "Drecksloch-Länder" zu entschuldigen und sie zu widerrufen.

Keine einzelne Bemerkung

Die Botschafter beklagen in diesem Zusammenhang eine grundsätzliche Entwicklung in Washington. Sie seien "besorgt über den anhaltenden und wachsenden Trend der US-Regierung gegenüber Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft, den Kontinent und Farbige zu verunglimpfen".

Trump wies die Bericht zurück - allerdings nicht komplett. Er habe eine "harte Sprache" benutzt, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Aber das war nicht die benutzte Sprache." Konkret dementierte der Präsident lediglich die abfälligen Äußerungen über Haiti und die Haitianer. Er habe nie gesagt: "Schmeißt sie raus". Zur Formulierung "Drecksloch-Länder" äußerte er sich nicht. Der bei der Sitzung anwesende Senator Dick Durbin von den oppositionellen Demokraten bestätigte, dass Trump "exakt dieses Wort" verwendet habe - und zwar "nicht nur einmal, sondern wiederholt". Im Fernsehsender MSNBC beklagte Durbin "abscheuliche und vulgäre Äußerungen" des Präsidenten. 

Kritik von vielen Seiten

Mehrere afrikanische Politiker bezeichneten Trump nach den Berichten über seine Bemerkung als Rassisten. Die Außenminister von Botswana und Senegal bestellten die US-Botschafter ein. Auch das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen erklärte, Trumps Äußerungen seien ohne Zweifel rassistisch.

fab/ie/as (rtr, afp)

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