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US-Regierung

Trumps Anwärter für Heeresministerposten schmeißt hin

Auch der zweite von US-Präsident Donald Trump unterstützte Anwärter für den Posten des Heeresamtes hat seine Kandidatur zurückgezogen. Vorausgegangen waren Vorwürfe zu Mark Greens Haltung zu Muslimen und Schwulen.

US-Präsident Trump schlägt sich weiter damit herum, die Posten in der Administration zu besetzten. Jetzt hat sein Kandidat für den Posten des Heeresministers aufgegeben. Der republikanische Senator Mark Green begründete im Sender NBC News seine Entscheidung mit "irreführenden Angriffen" auf seine Person durch politische Gegner. Seine christlichen Überzeugungen seien falsch dargestellt worden, sagte der 52-Jährige, der für den Bundesstaat Tennessee im Senat sitzt.

Mark Green (Picture-Alliance/AP Photo/E. Schelzig)

Mark Green

Green war wegen abfälliger Bemerkungen über den Islam, über Homosexuelle und Transgender aber auch über Latinos in die Kritik geraten. Der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erklärte, Green hätte "gar nicht erst nominiert werden sollen". Er warf dem Senator vor, ein Gesetz unterstützt zu haben, mit dem Transsexuelle diskriminiert werden könnten. Zudem halte Green Transsexualität für eine "Krankheit", lehne legale Verhütungsmittel ab und mache "zutiefst beunruhigende Äußerungen über Muslime". Daher sei er der Falsche gewesen, um die US-Armee zu führen.

Der Heeresminister ist dem Verteidigungsminister unterstellt. Green ist bereits der zweite Kandidat Trumps für den Posten, der vorzeitig aufgibt. Der erste war der Milliardär Vincent Viola. Der Unternehmer begründete seinen Rückzug im Februar mit Schwierigkeiten, die internen Regeln des Pentagons zu möglichen Interessenkonflikten zu erfüllen. Auch die Chefposten für die Luftwaffe und die Kriegsmarine sind mehr als 100 Tage nach Trumps Amtsantritt weiterhin unbesetzt.

qu/se (afp, dpa, APE)

 

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