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Affäre um "Russian Connection"

Trump will Christopher Wray zum FBI-Chef machen

Der US-Präsident plant, den früheren Vize-Justizminister Wray mit der Leitung der Bundespolizei zu beauftragen. Mit der Entlassung des Vorgängers Comey hatte Trump sich den Vorwurf der Vertuschung eingehandelt.

US-Präsident Donald Trump will den Anwalt und früheren hochrangigen Mitarbeiter des Justizministeriums, Christopher Wray (Artikelfoto), zum neuen FBI-Chef ernennen. Das kündigte Trump über den Kurzbotschaftendienst Twitter an. Der Präsident hatte den vorherigen Direktor der Bundespolizei, James Comey, Anfang Mai im Zusammenhang mit der Affäre um Russland-Kontakte des Trump-Wahlkampfteams gefeuert.

Trump hatte sich mit der Entlassung Comeys dem Vorwurf der Vertuschung ausgesetzt. Führende Demokraten äußerten den Verdacht, dem Republikaner seien die FBI-Ermittlungen unter Comey zu mutmaßlichen Verstrickungen mit Russland zu heiß geworden.

Wray sei ein Kandidat von "tadellosen Referenzen", twitterte Trump. Die Ernennung des Juristen muss vom Senat bestätigt werden.

Mittlerweile in der Privatwirtschaft 

Wray arbeitet derzeit in einer privaten Anwaltskanzlei, früher war er im Justizministerium einer der Hauptverantwortlichen für die Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung. Damals arbeitete er eng mit dem FBI zusammen. Im Justizministerium war Wray während der Amtszeit von George W. Bush unter anderem für die Koordination von Anti-Terrorismus-Maßnahmen nach den Anschlägen des 11. September 2001 mitverantwortlich.

Wray soll das Amt des FBI-Chefs in einer Phase übernehmen, in der die Bundesbehörde inmitten heftiger politischer Turbulenzen steckt. Die Bundespolizei ermittelt zu mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps im Wahlkampf und zu möglichen illegalen Absprachen von Trump-Mitarbeitern mit Moskau.

Die Mitteilung des Präsidenten kam nur zwei Stunden vor einer mit Spannung erwarteten Anhörung führender Geheimdienstler vor dem Senat. Am Donnerstag soll der von Trump geschasste Ex-FBI-Chef Comey zu diesen Ermittlungen im Kongress aussagen.

SC/stu (afp, rtr, APE)     

 

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