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Amerikanisch-russischer Dialog

Trump und Putin verabreden sich

Schon mehrere gewichtige Staatenlenker haben dem neuen US-Präsidenten ihre Aufwartung gemacht. Der russische Staatschef fehlt bislang auf der Liste. Nun scheint klar, wann sich die beiden unter vier Augen sehen werden.

Kombobild Trump Putin

Bislang telefonieren sie nur miteinander - Donald Trump und Wladimir Putin

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump wollen sich am Rande des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg erstmals persönlich treffen. Nach einem Telefonat der beiden hieß es in Moskau, sie hätten vereinbart, ein bilaterales Treffen anzupeilen. Die Staatschefs hätten sich für eine Begegnung im Anschluss an den Gipfel der wichtigen Industrie- und Schwellenländer ausgesprochen.

"Sehr gutes Telefonat"

Außerdem verständigten sich die Präsidenten darauf, ihr Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus auch künftig miteinander abzustimmen. Das Weiße Haus in Washington bezeichnete das Telefongespräch in einer Erklärung als "sehr gut".

Nach US-Angaben erörterten beide Staatsmänner auch die Lage auf der Koreanischen Halbinsel und den Krieg in Syrien. Demnach waren sie sich darin einig, dass "das Leiden in Syrien schon zu lange anhält". Trump und Putin verabredeten, die diplomatischen Bemühungen zu intensivieren, um den Krieg mit mehreren hunderttausend Toten und Millionen Vertriebenen möglichst bald zu beenden. Die Vereinigten Staaten wollen einen Vertreter zu Waffenstillstandsgesprächen schicken, die an diesem Mittwoch und Donnerstag unter Federführung Russlands im kasachischen Astana weitergehen.

Mehr als gespanntes Verhältnis

Seit Trumps Amtsantritt im Januar telefonierte der US-Präsident zwei Mal mit Putin. Das Verhältnis zwischen den beiden Supermächten ist gespannt wie seit Jahrzehnten nicht. Grund dafür sind unter anderem Vorwürfe der US-Geheimdienste, der Kreml habe mit Hackerangriffen den US-Wahlkampf manipuliert, was Moskau vehement bestreitet. 

Der Angriff amerikanischer Kampfjets auf die syrische Militärbasis Al-Schairat mit Marschflugkörpern Anfang April hatte die Stimmung zwischen Moskau und Washington noch weiter verschlechtert. Trump reagierte mit dem unerwarteten Schritt auf einen Giftgaseinsatz in Syrien, für den er Machthaber Baschar Al-Assad verantwortlich macht. Damaskus' Verbündeter Russland weist dies zurück und fordert eine internationale Untersuchung.

Als erstes Mitglied der Trump-Regierung hatte Außenminister Rex Tillerson im April Putin in Moskau besucht.

se/rb (rtr, afp, ap, dpa) 

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