1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nordkorea-Konflikt

Trump twittert wieder gegen Nordkorea

Im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm hat der amerikanische Präsident eine neue Drohung gegen das Land ausgestoßen. Gespräche mit der Führung in Pjöngjang hält Trump nach wie vor für Zeitverschwendung.

USA Präsident Donald Trump in Puerto Rico (Getty Images/J. Raedle)

US-Präsident Donald Trump vor wenigen Tagen in Puerto Rico

Präsidenten und Regierungen hätten 25 Jahre lang mit Nordkorea gesprochen, es seien Vereinbarungen getroffen und Riesenmengen an Geld ausgegeben worden, verbreitete US-Präsident Donald Trump seine Gedanken über sein Lieblingsmedium, den Kurznachrichtendienst Twitter. "Hat nicht funktioniert", heißt es in einem zweiten Tweet. "Vereinbarungen wurden verletzt, bevor die Tinte trocken war." US-Verhandlungsführer seien auf diese Weise lächerlich gemacht worden, kritisierte Trump. "Sorry, aber nur eine Sache wird funktionieren", fügte er hinzu, ohne zu erläutern, was genau er damit meint. 

Allgemein wird in Washington davon ausgegangen, dass Trump dabei an eine militärische Aktion denkt. In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September drohte er gar damit, die USA würden Nordkorea "völlig vernichten", sollte Pjöngjang im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm nicht einlenken.

Nachdem US-Außenminister Rex Tillerson vor einer Woche auf "Kommunikationskanäle nach Pjöngjang" verwiesen hatte, warf Trump ihm via Twitter Zeitverschwendung vor. In Washington sind ranghohe Regierungsmitarbeiter jedoch überzeugt, dass ein militärisches Eingreifen auf der koreanischen Halbinsel kompliziert und gefährlich wäre - auch weil die dicht besiedelte südkoreanische Hauptstadt Seoul in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie liegt.

Kim Jong Un verteidigt Atomprogramm

Kurz nach Trumps jüngstem Tweet veröffentlichten nordkoreanische Staatsmedien eine Meldung, in der Machthaber Kim Jong Un sein Atomwaffenprogramm verteidigt. Es sei eine "mächtige Abschreckung", die die Souveränität des Landes garantiere, hieß es.

Die internationale Gemeinschaft hat bereits eine Reihe harter Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt. Die nordkoreanische Führung zeigt sich davon unbeeindruckt: Am 3. September nahm Pjöngjang seinen bislang stärksten Atomwaffenversuch vor. Zudem testet Nordkorea regelmäßig Raketen und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.

se/myk (rtr, afp, ap, dpa)

Die Redaktion empfiehlt