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Diplomatie

Trump telefoniert mit Merkel und Putin

US-Präsident Trump hat erstmals seit seinem Amtsantritt mit Bundeskanzlerin Merkel telefoniert. Gleich danach sprach er mit Russlands Präsident Putin. Einen weiteren Staatenlenker hatte er bereits am Morgen angerufen.

Worüber sie gesprochen haben, ist nicht bekannt, wohl aber wie lange: 45 Minuten lang telefonierte US-Präsident Donald Trump mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dies teilte sein Pressesprecher Sean Spicer mit, ohne Angaben über den Inhalt zu machen.

Anschließend sprach Trump ebenfalls von seinem Schreibtisch im Oval Office aus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es waren die zwei wichtigsten von insgesamt fünf Gesprächen mit ausländischen Staats-und Regierungschefs, die Trump allein am Samstag anberaumt hatte.

Angela Merkel und Wladimir Putin bei einem Treffen im Mai 2015 (imago/ZUMA Press)

Angela Merkel und Wladimir Putin bei einem Treffen im Mai 2015

So telefonierte er bereits am Morgen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, und nach seinem Kontakt mit Putin stand als nächstes ein Telefonat mit dem scheidenden französischen Präsidenten François Hollande an.

Das Gespräch mit Merkel wurde mit besonderer Spannung erwartet, weil Trump in einem Interview Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, als "katastrophalen Fehler" bezeichnet hatte - auch mit Blick auf das Terrorrisiko. Merkel hatte mit Trump bereits kurz nach dessen Wahlsieg im November telefoniert.

Während Trumps Telefonaten waren Stabschef, Vizepräsident, Sprecher und Außenminister dabei (picture-alliance/AP Photo/A. Harnik)

Stabschef, Vizepräsident, Sprecher und Außenminister lauschen Trumps Gespräch

Das Telefonat mit Putin fand vor dem Hintergrund des erklärten Wunsches Trumps nach verbesserten Beziehungen zum Kremlchef und zu Russland statt. Auch viele eigene Parteikollegen halten den neuen US-Präsidenten in diesem Punkt für zu blauäugig - zumal angesichts der jüngsten Einschätzung der US-Geheimdienste, nach der Moskau gezielt versucht hat, die US-Wahl zu beeinflussen.

In seinem Gespräch mit Shinzo Abe bekräftigte Trump dem Weißen Haus zufolge, dass die USA "eisern" an ihrer Verpflichtung festhielten, die Sicherheit Japans zu gewährleisten. Beide Seiten hätten den Wunsch, den bilateralen Handel zu verstärken. Wie es weiter hieß, wird Abe am 10. Februar Trump im Weißen Haus besuchen.

stu/jj (afp, dpa)

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