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Diplomatie

Trump startet Asienreise mit Besuch in Japan

US-Präsident Donald Trump ist zu Beginn seiner Asienreise in Japan gelandet. Amerikanische und japanische Soldaten empfingen ihn auf dem US-Militärstützpunkt Yokota mit viel Begeisterung.

"Es gibt keinen besseren Platz, diese Reise zu beginnen, als genau hier, beim amerikanischen Militär", sagte US-Präsident Donald Trump auf dem nahe Tokio gelegenen Luftwaffenstützpunkt Yokota. "Wir stehen dankbar an eurer Seite, die ihr unseren Weg zu leben verteidigt." Solange er Präsident sei, werde das US-Militär immer alle nötigen Ressourcen haben, versicherte Trump. Und es werde immer gewinnen. Viele Länder der Region Asien-Pazifik gediehen auch deswegen so gut, weil das amerikanische Militär so viele Opfer gebracht habe. "Dank euch wird der Frieden vorankommen", sagte Trump.

"Wir werden niemals nachgeben, niemals zaudern"

Zudem knüpfte der US-Präsident an seine harte Rhetorik im Konflikt mit Nordkorea an: "Kein Diktator, kein Regime, keine Nation sollte jemals die Entschlossenheit der Amerikaner unterschätzen." In der Vergangenheit sei dies immer mal wieder vorgekommen. "Das war für die nicht angenehm, oder? Wir werden niemals nachgeben, niemals zaudern und niemals schwanken bei der Verteidigung unserer Freiheit", sagte Trump vor Hunderten jubelnden amerikanischen und japanischen Soldaten in Tarnuniform. Er selbst trug bei seinem Auftritt eine Bomberjacke aus Leder.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt US-Präsident Donald Trump (Foto: Reuters/J. Ernst)

Charming Boys: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt US-Präsident Donald Trump

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, er wolle das Bündnis mit den USA weiter festigen - "basierend auf unseren Beziehungen des Vertrauens und der Freundschaft mit Präsident Trump". Der US-Staatschef nannte Japan seinerseits "einen geschätzten Partner und entscheidenden Verbündeten der USA". Für seine erste Asienreise ist Trump insgesamt fast zwei Wochen unterwegs. Die Reise wird ihn von Japan aus weiter nach Südkorea führen, dann nach China, Vietnam und auf die Philippinen.

Der Nordkorea-Konflikt ist zentral

In seiner sehr patriotisch gehaltenen ersten Rede sprach Trump auch die Themen Handel und offene Seewege an. Im Mittelpunkt der zwölftägigen Reise dürfte aber der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm stehen. Es wird erwartet, dass der US-Präsident vor allem von China verlangen wird, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den vergangenen Monaten massiv verschärft. Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Zudem hat Pjöngjang in den vergangenen Wochen mehrfach Mittelstreckenraketen getestet.

Trump kündigte an, während der Asienreise auch seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin treffen zu wollen. "Ich denke, es wird erwartet, dass wir Putin treffen werden, yeah", stellte der US-Präsident klar. Er wolle "Putins Hilfe" im Konflikt mit Nordkorea.

haz/rk (rtr, afp, dpa)