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Berichte über angebliche Erpressbarkeit

Trump sieht sich in "Nazi-Deutschland"

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat Berichte entschieden zurückgewiesen, nach denen der russische Geheimdienst belastendes Material über ihn gesammelt haben soll. Auch Moskau widersprach derartigen Meldungen.

Trump bei einem Moskau-Besuch 2013 mit der damaligen Miss Universe Gabriela Isler (picture-alliance/Itar-Tass/V. Prokofyev)

Trump bei einem Moskau-Besuch 2013 mit der damaligen Miss Universe Gabriela Isler

Im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte der künftige US-Präsident Donald Trump, die Geheimdienste hätten "niemals zulassen dürfen, dass diese falschen Informationen in die Öffentlichkeit 'durchsickern'". "Ein letzter Schuss auf mich. Leben wir in Nazi-Deutschland?", fragte Trump.

"Fake News"

In weiteren Twitter-Botschaften bezeichnete Trump die Berichte als "Fake News". Er habe die US-Präsidentenwahl "mit Leichtigkeit" gewonnen, nun versuchten "betrügerische Gegner mit gefälschten Nachrichten den Sieg zu schmälern". Zudem erklärte Trump, Russland habe nie versucht, "Einfluss auf mich auszuüben". In Großbuchstaben ergänzte er: "Ich habe nichts mit Russland zu tun - keine Deals, keine Kredite, rein gar nichts." 

Auch die russische Regierung wies die Medienberichte zurück, wonach Moskau im Besitz brisanter Informationen über das Privatleben und die Finanzen Trumps sein soll. Russland besitze keine kompromittierenden Dokumente zu Trump, sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow. Es handele sich um Falschinformationen mit dem Ziel, den Beziehungen Russlands zu den USA zu schaden.

Der Fernsehsender CNN, die "New York Times" und der britische "Guardian" hatten gemeldet, ein ehemaliger britischer Agent des Auslandsgeheimdienstes MI6 sei bei russischen Geheimdiensten vorstellig geworden, um Material aus dem Giftschrank zu erhalten. In den Memos gehe es um Vorwürfe, die Trumps Verhalten bei einem Moskau-Besuch im Jahr 2013 beträfen, sowie um Trumps Geschäftsbeziehungen zu Russland.

Angebliche Ausschweifungen

Die Chefs mehrerer US-Geheimdienste hätten dem Milliardär die Unterlagen präsentiert, so die Medien. Während CNN zu den darin angeblich enthaltenen Details keine Angaben machte, veröffentlichte das Medienportal Buzzfeed 35 Seiten, auf denen von privaten Ausschweifungen die Rede ist. Der künftige Präsident hatte die Berichte als erster dementiert: "Falschinformationen - eine totale politische Hexenjagd", schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter.

Russlands Präsidentensprecher Peskow sprang freilich nicht nur dem künftigen Herrn des Weißen Hauses bei, sondern auch dessen Konkurrentin im Wahlkampf, Hillary Clinton. Auch zu ihrer Person verfüge der Kreml nicht über belastendes Material. Mehr noch: Man sammele grundsätzlich "keine kompromittierenden Informationen".

wl//ww (dpa, afp)