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Aktuell Amerika

Trump setzt Siegesserie fort

Donald Trump sieht aus wie der sichere Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner: Der Milliardär gewann auch die Vorwahl in Nevada - mit großem Vorsprung.

"Glaubte man den Experten, so wurde uns nicht allzuviel zugetraut", höhnte der Wahlsieger in Las Vegas. "Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", rief der Donald Trump seinen jubelnden Anhängern zu. Nach noch vorläufigen Auszählungen lag er in Nevada deutlich vor seinen Hauptkonkurrenten. Der 69-Jährige hatte bereits die Vorwahlen der Republikaner in New Hampshire und South Carolina gewonnen.

Siege im Süden, Nordosten und Westen

Die Sender CNN, MSNBC und Fox News erklärten Trump nach Ende der Wahlversammlungen ("Caucuses") in dem westlichen Bundesstaat mit bis zu 46 Prozent der Stimmen zum souveränen Sieger. Die verbliebenen Rivalen des rechtspopulistischen Immobilienmagnaten, die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, waren demnach mit um die 20 beziehungsweise 25 Prozent weit abgeschlagen.

"Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten", las Trump seinen Gegner die Leviten. Das Feld der Konkurrenten im Lager der Republikaner war in den vergangenen Wochen massiv geschrumpft. Zuletzt hatte sich der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, nach seinem schwachen Abschneiden in South Carolina am Wochenende zurückgezogen.

Fans von Donald Trump in Nevada (foto: reuters)

Anhänger lieben Donald Trump insbesondere für seine brachiale Kritik an den Regierenden in Washington

Bei den Demokraten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin, ihr Rivale Bernie Sanders setzt sie aber von links unter Druck. Die nächste Demokraten-Vorwahl findet am Samstag in South Carolina statt.

Entscheidung am Super Tuesday?

Die Präsidentschaftsbewerber beider Parteien hoffen, ihre Position vor dem sogenannten Super Tuesday am 1. März zu stärken, wenn in einem Dutzend Bundesstaaten Vorwahlen stattfinden. Die Abstimmungen in allen 50 US-Staaten ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren Republikaner und Demokraten offiziell bei den Nominierungsparteitagen im Juli.

Die USA wählen dann am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Der Demokrat Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

SC/kle (APE, rtre, dpa, afp)