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Auf der Suche nach einer Regierung

Trump "sehr beeindruckt" von Petraeus

Der künftige US-Präsident Donald Trump müht sich eifrig, die wichtigsten Posten zu vergeben. Als Außenminister castete er jetzt Ex-General und Ex-CIA-Chef David Petraeus.

Mindestens drei, vier andere scheinen auch noch im Rennen zu sein um den Posten des künftigen amerikanischen Chefdiplomaten. Er habe "gerade General Petraeus getroffen" und sei "sehr beeindruckt gewesen", schrieb der zum Präsidenten gewählte Milliardär Donald Trump am Montag per Twitter nach dem einstündigen Meinungsaustausch. Auf der Suche nach einem Außenminister hatte er auch den früheren Kommandeur und Ex-CIA-Chef David Petraeus (Artikelbild) zum Gespräch nach New York geladen.

Petraeus wird von einigen auch als möglicher Verteidigungsminister gehandelt. Er selbst sagte nach dem Treffen mit Trump vor Journalisten, bei den Themen sei es "rund um die Welt" gegangen. Trump habe großes Verständnis hinsichtlich der Vielfalt der Herausforderungen und der Chancen bewiesen.

Trump, der am 20. Januar als Präsident vereidigt wird, wollte sich im Laufe des Dienstags zum zweiten Mal mit Mitt Romney treffen. Romney gilt ebenfalls als Kandidat für das Amt des Außenministers. Gegen ihn gibt es allerdings unter Trumps engsten Beratern starke Vorbehalte, weil er im Wahlkampf zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern des Rechtspopulisten gezählt hatte. Außerdem wurden der Senator von Tennessee, Bob Corker, und der frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, als Anwärter auf den Posten ins Auge gefasst. 

Gestrauchelt über eine Sex-Affäre 

Petraeus war Kommandeur der internationalen Truppen im Irak und in Afghanistan. Er war maßgeblich an der Eroberung des Irak im Jahr 2003 beteiligt und befehligte dort bis 2010 die US-Truppen. 2011 wurde er Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA. Diesen Posten musste Petraeus nach einem Jahr räumen, nachdem eine außereheliche Affäre mit seiner Biografin bekanntgeworden war.

Zudem wurde ihm falsche Handhabung von Verschlusssachen vorgeworfen, weswegen er 2015 zu zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 100.000 Dollar verurteilt wurde.

SC/jj (rtr, APE, afp)