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Neue E-Mail-Affäre

Trump-Schwiegersohn nutzte Privat-Email für Dienstzwecke

Donald Trump griff seine seine Kontrahentin Hillary Clinton im Wahlkampf auf das Schärfste an, weil sie als Außenministerin ihr privates E-Mail-Konto benutzt hatte. Sein Schwiegersohn hat es auch nicht so genau genommen.

Der US-Präsidentenschwiegersohn und Berater des Weißen Hauses, Jared Kushner, hat ein privates Email-Konto für die Kommunikation mit Regierungsmitarbeitern genutzt. Das berichtete das US-Magazin "Politico" unter Berufung auf Emails, die dem Magazin vorlagen.

Angeblich nur weniger als 100 Mails

Demnach hatte Kushner die Email-Adresse im vergangenen Dezember in der Übergangsphase nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten eingerichtet. Kushner habe das private Konto neben seiner offiziellen Email-Adresse genutzt. Der Trump-Berater habe die Adresse des Weißen Hauses für Regierungssachen verwendet, sagte sein Anwalt Abbe Lowell laut "Politico" in einer Stellungnahme. Weniger als 100 Emails zwischen Kushner und Regierungsmitarbeitern seien zwischen Januar und August über den privaten Account gelaufen.

In den meisten Fällen seien so Zeitungsartikel oder politische Kommentare weitergeleitet worden. Zu den Sendern und Adressaten hatten laut Bericht unter anderem der ehemalige Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, sowie der ehemalige Chefstratege des Präsidenten, Steve Bannon, gehört. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass Kushner irgendwelche heiklen oder geheimen Informationen über seine private Email ausgetauscht habe.

Donald Trump und Jared Kushner (picture alliance/AP/dpa/A. Harnik)

Jared Kushner ist engster Berater seines Schwiegervaters Donald Trump

Kushner wegen Russland-Affäre im Fokus

Noch kurz vor Kushners Einrichtung des privaten Email-Kontos hatten die Republikaner im Wahlkampf der Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Hillary Clinton, vorgeworfen, während ihrer Zeit als Außenministerin eine persönliche Email-Adresse für Regierungsangelegenheiten genutzt zu haben.

Kushner ist auch in die Russland-Affäre verstrickt, die der Sonderermittler Robert Mueller aufklären soll. Dabei geht es um mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und russischen Regierungsvertretern im Wahlkampf. Kushner hatte im Juni 2016 an einem Treffen mit einer russischen Anwältin teilgenommen, bei dem es um brisantes Material über die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Clinton gegangen sein soll.

as/jv (afp, dpa, ape)