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Der gewählte US-Präsident geht auf Kritiker zu

Trump schweigt über den Besuch von Romney

War es nur eine Geste der Versöhnung oder mehr? Gut anderthalb Stunden hat der künftige US-Präsident mit einem seiner größten innerparteilichen Kritiker gesprochen. Was nun daraus folgen soll, ließen die beiden offen.

Zwischenmenschlich hatten Donald Trump und Mitt Romney zweifellos einiges zu klären. Schließlich hatten sich die beiden im harten Vorwahlkampf nichts geschenkt: Trump sei "raffgierig", "unehrlich", und "schikanös", hatte der frühere Gouverneur von Massachusetts über den Immobilientycoon gesagt. Und Trump hielt seinen Kontrahenten schlicht für einen "Versager". Dennoch gilt Romney plötzlich als ein Anwärter für das Amt des Außenministers.

Es sei "großartig" gewesen und "toll gelaufen", sagte Trump nach der Begegnung in seinem Golfclub in New Jersey. Romney sprach von "einer weitreichenden Unterhaltung mit Blick auf die verschiedenen Bühnen der Welt". Es sei eine "sehr gründliche und in die Tiefe gehende Diskussion" gewesen. Er bedanke sich für die Gelegenheit, mit dem neu gewählten Präsidenten zu sprechen. "Und ich freue mich auf die kommende Regierung und die Dinge, die sie tun wird." Romney hatte bei der Präsidentschaftswahl 2012 für die Republikaner kandidiert, unterlag damals aber Amtsinhaber Barack Obama.

Nicht der einzige Kandidat

Inwieweit sich die ehemaligen Konkurrenten nun bei ihrem Treffen persönlich, aber auch politisch zusammengerauft haben, dürfte sich schon bald zeigen: Trump stellt derzeit seine Regierungsmannschaft zusammen. Und der gemäßigte Romney könnte einen Gegenpol bilden zu den bisher ausgewählten Hardlinern.

Ebenfalls im Gespräch als US-Chefdiplomat sind der ehemalige UN-Botschafter der USA, John Bolton, und Senator Bob Corker sowie New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani. Letzterer ist ein enger Berater Trumps. Die beiden wollten sich am Sonntag treffen. Geplant ist außerdem eine Begegnung mit dem Investor Wilbur Ross. Der Milliardär gilt als Anwärter auf den Posten des Handelsministers.

Am Freitag hatte Trump den erzkonservativen Senator Jeff Sessions als künftigen Justizminister benannt. Als Nationalen Sicherheitsberater wählte der Immobilienunternehmer den Ex-General Michael Flynn aus. Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA soll der konservative Abgeordnete Mike Pompeo werden. 

rb/qu (afp, ap, dpa, rtr)

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