Trump: Randale, wenn ich abgelehnt werde | Aktuell Amerika | DW | 16.03.2016
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Aktuell Amerika

Trump: Randale, wenn ich abgelehnt werde

Nein, an Selbstbewusstsein mangelt es dem Immobilien-Tycoon wirklich nicht: Trump fürchtet "Ausschreitungen", sollte er im Juli nicht zum Kandidaten der Republikaner für das hohe Amt im Weißen Haus gekürt werden.

Donald Trump vor Anhängern in Mississippi (Foto: picture-alliance/ZUMA Press)

Donald Trump vor seinen Anhängern - würden sie Unruhen anzetteln?

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat vor "Ausschreitungen" gewarnt, wenn seine Partei ihn auf dem Nominierungsparteitag im Juli nicht zum Kandidaten kürt. "Ich denke, wir werden gewinnen, bevor wir den Parteitag erreichen", sagte Trump dem Nachrichtensender CNN. Wenn er die nötige Hürde von 1237 Delegiertenstimmen knapp verfehlen sollte, müsse er dennoch "automatisch" nominiert werden.

"Ich repräsentiere viele, viele Millionen von Leuten"

"Wir liegen weit vor allen anderen", sagte der populistische Geschäftsmann im Pluralis Majestatis. Für den Fall, dass die Führung der Republikaner ihm die Kandidatur auf einem umkämpften Parteitag verweigern würde, warnte er: "Ich denke, es würde Unruhen geben. Ich repräsentiere eine enorme Zahl, viele, viele Millionen von Leuten."

Trump hat am Dienstag in mindestens drei weiteren Bundesstaaten die Vorwahlen gewonnen, in Illinois, North Carolina sowie im bevölkerungsreichen Florida. In Missouri steht das endgültige Ergebnis noch aus, doch auch dort lag er hauchdünn vor dem erzkonservativen Senator Ted Cruz. Mit mindestens 621 Delegierten hat Trump bereits mehr als die Hälfte der für die Nominierung benötigten Stimmen gesammelt und liegt klar vor der Konkurrenz. Nur Ohio ging am "Super Tuesday II" an den heimischen Gouverneur John Kasich. Dieser ist der letzte verbliebene Hoffnungsträger des gemäßigten republikanischen Establishments, nachdem Senator Marco Rubio das Handtuch geworfen hat. Ohio war Kasichs erster Vorwahlsieg überhaupt. Daher gilt auch er als so gut wie chancenlos.

Entscheidung erst Mitte Juli durch Convention?

Das republikanische Establishment lehnt Trump allerdings ab und könnte versuchen, auf einem umkämpften Parteitag gegen den Willen der Basis einen anderen Kandidaten durchzudrücken. Wenn auf der sogenannten Convention im Juli in Cleveland im ersten Wahlgang kein Bewerber die erforderliche Mehrheit erhält, können die meisten Delegierten frei entscheiden, wem sie ihre Stimme geben. Eine derartige Convention hat es seit Jahrzehnten in den USA aber nicht mehr nicht gegeben.

Bei den Demokraten läuft alles auf einen Erfolg der früheren Außenministerin Hillary Clinton zu. Sie konnte bereits die Vorwahlen in vier der fünf Bundesstaaten vom zweiten Super Tuesday für sich entscheiden und liegt auch in Missouri knapp vor ihrem Kontrahenten Bernie Sanders.

sti/wl (afp, dpa, ap, rtr)

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