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Donald Trump

Trump poltert gegen Deutschland

Von der Flüchtlingspolitik über deutsche EU-Dominanz bis hin zu Drohungen gegen deutsche Autobauer: In einem Interview mit "Bild" und "Times" zieht der designierte US-Präsident über die Bundesrepublik her.

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Trump im Interview

Er habe stets "großen Respekt" vor Bundeskanzlerin Angela Merkel gehabt - das war das einzig Positive, das der künftige Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, in Richtung Deutschland sagte. Alles andere lässt sich durchaus als verbale Ohrfeige gegen die Bundesrepublik bezeichnen.

So nannte der US-Milliardär die Grenzöffnung in der Flüchtlingskrise einen "äußerst katastrophalen Fehler". "All diese Illegalen ins Land zu lassen", sei ein "sehr schlimmer Fehler" gewesen, sagte Trump. Von den Folgen habe Deutschland mit dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten "einen deutlichen Eindruck" bekommen. Statt Flüchtlinge ins Land zu lassen, hätte sich Deutschland stärker für Sicherheitszonen etwa in Syrien stark machen sollen, sagte der Republikaner, der am Freitag ins Amt eingeführt wird. "Die Golfstaaten hätten dafür zahlen sollen, die haben doch schließlich Geld wie kaum ein anderer."

Der Brexit - eine "großartige Sache"

Die deutsche Flüchtlingspolitik sei es auch gewesen, die zum EU-Austritt Großbritanniens geführt habe. "Wenn sie nicht gezwungen worden wären, all diese Flüchtlinge aufzunehmen - so viele, mit all den Problemen, die das mit sich bringt - dann wäre es nicht zum Brexit gekommen", sagte Trump. "Menschen, Länder wollen ihre eigene Identität, Großbritannien wollte seine eigene Identität. Die Leute wollen nicht, dass andere Leute in ihr Land kommen und es zerstören."

Der EU-Austritt werde sich aber letztlich als "großartige Sache" für Großbritannien herausstellen, zeigte sich der künftige US-Präsident überzeugt. "Sehen Sie sich die Europäische Union an, die ist Deutschland. Im Grunde genommen ist die Europäische Union ein Mittel zum Zweck für Deutschland. Deswegen fand ich, dass es so klug von Großbritannien war, auszutreten. Er rechne damit, dass weitere EU-Staaten dem Vorbild Großbritanniens folgen werde, sagte Trump.

Trump droht mit Strafzöllen gegen deutsche Autobauer

Für die USA spiele es keine Rolle, ob die EU geschlossen oder zerrissen sei. "Ich habe nie geglaubt, dass das von Bedeutung ist", sagte Trump. "Schauen Sie, zum Teil wurde die Union gegründet, um die Vereinigten Staaten im Handel zu schlagen, nicht wahr? Also ist es mir ziemlich egal, ob sie getrennt und vereint ist, für mich spielt es keine Rolle."

US Präsident Donald Trump (Reuters/L. Jackson)

Nach Ford und Toyota droht Trump nun auch BMW mit Sanktionen

Den deutschen Autobauern droht Trump mit hohen Strafzöllen, falls sie statt in den USA im benachbarten Mexiko produzieren sollten. "Ich würde BMW sagen, wenn sie eine Fabrik in Mexiko bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann können sie das vergessen", sagte Trump auf die Frage nach Plänen des Münchner Autobauers, 2019 eine Fabrik in Mexiko zu eröffnen. "Was ich damit sage, ist, dass sie ihre Fabrik in den USA bauen müssen."

"Die NATO ist obsolet"

Trump hatte auch dem japanischen Autobauer Toyota bereits mit Strafzöllen gedroht, sollte der Konzern seine Pläne für den Bau einer neuen Fabrik in Mexiko nicht aufgeben. Die Grundsteinlegung für das Werk hatte im November stattgefunden. Der Autohersteller Ford hat bereits angekündigt, auf eine Milliardeninvestition in Mexiko für den Bau einer Fabrik zu verzichten und stattdessen hunderte neuer Arbeitsplätze in den USA zu schaffen.

Auch die NATO griff der designierte US-Präsident erneut an. Das Verteidungsbündnis sei "obsolet, weil es erstens vor vielen, vielen Jahren entworfen wurde. Zweitens zahlen die Länder nicht, was sie zahlen müssten." Die NATO sei weiterhin auch deshalb obsolet, weil sie sich nicht um den Terrorismus gekümmert habe.

cw/rb (dpa, afp)

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