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Aktuell Amerika

Trump nach Islam-Äußerungen bei US-Republikanern beliebt

Seine umstrittenen Äußerungen zu Muslimen haben Domald Trump nicht geschadet. Der Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner erfreut sich bei Parteianhängern weiter großer Beliebheit.

Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters liegt Donald Trump unverändert zur Vorwoche mit 35 Prozent an erster Stelle im Rennen um die Nominierung seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November 2016.

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Trump fordert Einreiseverbot für Muslime (08.12.2015)

Es war die erste landesweite Umfrage, die vollständig nach Trumps Äußerungen vom Montag erhoben wurde. Der Immobilien-Mogul hatte nach den Anschlägen von Kalifornien gefordert, allen Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern. Der Vorschlag sorgte im In- und Ausland für Empörung. Auch Parteifreunde distanzierten sich von ihm.

14 Tote bei Anschlag

Im kalifornischen San Bernardino hatte in der vergangenen Woche ein pakistanischstämmiger US-Bürger zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau die Weihnachtsfeier seines städtischen Arbeitgebers gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 22 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde.

Die US-Bundespolizei FBI stufte die Bluttat als "Terrorakt" ein. Die Frau soll der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Online-Netzwerk Facebook Treue geschworen, ihr Mann Kontakt zu islamistischen Extremisten gehabt haben.

Die beiden Attentäter von San Bernardino - aufgenommen auf dem Flughafen von Chicago (Foto: Reuters)

Die beiden Attentäter von San Bernardino - aufgenommen auf dem Flughafen von Chicago

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FBI: Bluttat war Terrorakt (04.12.2015)

Laut einer Befragung für die Zeitung "Wall Street Journal" und den TV-Sender NBC lehnen 57 Prozent der US-Bürger die Forderung Trumps ab. Nur 25 Prozent unterstützen danach den Vorstoß des Milliardärs. Anders sieht es bei den Wählern der Republikaner aus. Der Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge erklärten 64 Prozent von ihnen, sie hätten an Trumps Äußerungen nichts auszusetzen, während 29 Prozent sie verurteilten.

Großer Vorsprung für Trump

Die anderen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner liegen nach der Reuters/Ipsos-Erhebung deutlich hinter Trump. Der zweitplatzierte Ben Carson, ein pensionierter Arzt, erreichte zwölf Prozent. Die beiden Berufspolitiker Ted Cruz und Jeb Bush folgten dahinter mit je zehn Prozent.

Anfang kommenden Jahres beginnen die Ur- und Vorwahlen der US-Parteien, in denen die Kandidaten für die eigentliche Präsidentenwahl ermittelt werden. Aufseiten der Demokraten gilt die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin. Präsident Barack Obama, ebenfalls Demokrat, darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

wl/stu (rtr, kna, afp)

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