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Nahost

Trump macht sich stark für Lösung des Nahostkonflikts

Beim Zusammentreffen mit Palästinenserpräsident Abbas hat US-Präsident Trump bekräftigt, dass die Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern ein Wegbereiter für Frieden in der ganzen Region sei.

US-Präsident Donald Trump hat die Verbundenheit der Juden mit Israel hervorgehoben. "Die Beziehungen des jüdischen Volkes zum Heiligen Land sind historisch und ewig, sie gehen tausende Jahre zurück", sagte er am Dienstagnachmittag bei seiner Rede zum Abschluss seiner Nahostreise im Jerusalemer Israel Museum. Gleichzeitig seien Muslime, Christen und Menschen jeden Glaubens frei, in Israel zu leben und ihren Glauben zu praktizieren.

Trump rief die Welt dazu auf, sich von der "historischen Stadt" Jerusalem inspirieren zu lassen und konfessionelle und religiöse Spaltungen zu überwinden. Alle zivilisierten Nationen müssten in dem Ziel vereint sein, Terror und Extremismus "aus unserer Mitte auszutreiben". 

"Alle anständigen Menschen wollen in Frieden leben"

Erneut betonte der US-Präsident das "unerschütterliche Band zwischen den USA und Israel" und sicherte Israel dauerhafte Unterstützung zu. Trump wies auf den geäußerten Friedenswillen von Israelis und Palästinensern hin, der einen "substanziellen Fortschritt" darstelle. "Jene, die eine falsche Wahl präsentieren, sagen, wir müssen wählen zwischen Israel und arabischen und muslimischen Nationen - das ist völlig falsch. Alle anständigen Menschen wollen in Frieden leben", so Trump. Es sei an den Nationen, zu entscheiden "wann sie genug haben von dem Blutvergießen". Dies sei der Moment, Spaltungen zu überwinden, jedoch müsse der Wandel von Innen kommen. Einen Frieden zu erzielen, werde nicht einfach, da "beide Seiten vor harten Entscheidungen stehen". 

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Die fünf Knackpunkte des Nahost-Konflikts

"Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum."

Zuvor bekräftigte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei einer Pressekonferenz in Bethlehem mit seinem Gast die Forderung nach einem Palästinenserstaat innerhalb der Grenzen vor 1967. "Unser grundsätzliches Problem sind die Besatzung und die Siedlungen sowie die Weigerung Israels, den Staat Palästina anzuerkennen, so wie wir Israel anerkennen", sagte Abbas. "Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum." Er werde mit Trump zusammenarbeiten, um ein historisches Friedensabkommen mit den Israelis zu erzielen.

Israel hatte während des Sechs-Tage-Krieges 1967 unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und den Ostteil von Jerusalem erobert. 

Bereitschaft auf allen Seiten

Auch Trump unterstrich die Bereitschaft der USA, gemeinsam mit Palästinensern und Israelis eine friedliche Lösung für die Region zu finden. "Ich werde alles tun, um einen Friedensvertrag zu erreichen", sagte er. 

Israel Donald Trump und Ehefrau Melania Kranzniedeerlegung in Yad Vashem (Reuters/J. Ernst)

Donald Trump und Ehefrau Melania bei Kranzniederlegung in Yad Vashem

Sowohl Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hätten versprochen, das Mögliche zu tun. Er sei zuversichtlich, dass die USA Palästinensern und Israel helfen könnten, zum Frieden zu finden. Mit den Palästinensern wollten die USA an gemeinsamen Anti-Terror-Maßnahmen arbeiten und ihre Wirtschaft unterstützen, so Trump. "Frieden kann nicht in einer Umgebung entstehen, in der Terrorismus unterstützt wird."

"Dunkelste Stunde der Geschichte"

Nach dem Zusammentreffen mit Abbas schloss sich ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem an, die an sechs Millionen Juden erinnert, die von den Nazis ermordet wurden. Der Holocaust sei "die dunkelste Stunde der Geschichte" und das "grausamste Verbrechen gegen Gott und seine Kinder", sagte Trump in Jerusalem. Trotz schwerer Verfolgung habe es das jüdische Volk geschafft, wieder zu gedeihen. "Dieser Ort und diese ganze Nation bezeugen den unbeugsamen Geist des jüdischen Volkes."
Zuvor hatte er in der "Halle der Erinnerung" das ewige Feuer angefacht und einen Kranz niedergelegt. Danach trug er sich in das Gästebuch ein. In Israel war kritisiert worden, dass ursprünglich für Trumps Besuch in Yad Vashem nur 15 Minuten eingeplant waren. Letztlich dauerte die Visite etwa eine halbe Stunde. 

Beim Besuch der Gedenkstätte war auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zugegen. Mit ihm war Trump bereits am Vortag zu politischen Gesprächen zusammengetroffen. Nach Abschluss seiner ersten Nahost-Reise wird der US-Präsident am Dienstagabend in Rom erwartet.  

bri/stu (dpa, afp)

 

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