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USA

Trump möchte Trump-Stiftung auflösen

Der designierte US-Präsident hat die Auflösung seiner Wohltätigkeitsstiftung angekündigt, die derzeit im Visier der Staatsanwaltschaft steht. Genau das dürfte sein Vorhaben verzögern.

Donald Trump will seine umstrittene, nach ihm benannte Stifung auflösen. Er habe seinen Anwalt angewiesen, die nötigen Schritte einzuleiten, teilte der künftige US-Präsident schriftlich mit. So solle ein möglicher Konflikt mit seiner Rolle als Präsident vermieden werden, erklärte Trump. Er wolle nicht zulassen, dass "eine gute Arbeit mit einem möglichen Interessenkonflikt" in Zusammenhang gebracht werde.

Bis wann die "Donald J. Trump Foundation" aufgelöst werden soll, ließ der Republikaner allerdings offen. Trump tritt am 20. Januar die Nachfolge des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama an.

"Nicht rechtmäßig"

Die Staatsanwaltschaft von New York reagierte umgehend: "Die Trump Foundation ist noch immer Gegenstand von Ermittlungen dieser Staatsanwaltschaft und kann nicht rechtmäßig aufgelöst werden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind", sagte eine Sprecherin. Schon im Oktober hatte Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman der Stiftung untersagt, weiterhin Spenden einzutreiben.

Um die "Donald J. Trump Foundation" hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Kontroversen gegeben - vor allem über die Art und Weise, wie sie Geld sammelt und ausgibt. Auslöser waren Berichte der Zeitung "Washington Post" über die Praktiken der Einrichtung, darunter Fälle, in denen Trump Spendengelder zur Beilegung von gerichtlichen Klagen im Zusammenhang mit seinen eigenen Profit-Geschäften genutzt haben soll.

Screenshot der Donald J. Trump Foundation Website (donaldtrumpforvets.com)

Die "Donald J. Trump Foundation" im Internet

Philanthrop Trump

Der 70-jährige Milliardär betonte hingegen, seine Stiftung habe im Laufe der Jahre enorm gute Arbeit geleistet, etwa zur Unterstützung von Polizisten, Veteranen und Kindern. "Um jedoch auch nur den Eindruck von jedweden Konflikten mit meiner Rolle als Präsident zu vermeiden, habe ich beschlossen, mein starkes Interesse an Philanthropie auf andere Weise zu verfolgen."

Die Kontroverse um die Stiftung ist nur ein Teil der Debatte um mögliche Konflikte zwischen Trumps künftiger Rolle als US-Präsident und seinen bisherigen Geschäftsinteressen. Auf einer Pressekonferenz Mitte Dezember wollte er ursprünglich seine Pläne für einen Rückzug aus seinen Geschäften darlegen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Kurz vorher verschob Trump den Termin jedoch, ein neues Datum nannte er nicht.

wa/wl (rtr, dpa, afp)

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