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Atomstreit

Trump legt gegenüber Nordkorea wieder nach

Das Ende der Drohgebärden scheint noch nicht da zu sein: US-Präsident Trump hat seine "Feuer-und-Wut"-Äußerungen in Richtung Pjöngjang noch einmal aufgegriffen. Nordkorea solle "sehr, sehr nervös" sein.

Eigentlich befindet sich Donald Trump im Urlaub zum Golfen - doch die angespannte Lage zwischen Nordkorea und den USA scheint ihn auch dort zu beschäftigen. Der US-Präsident eskalierte den rhetorischen Schlagabtausch mit Nordkorea noch weiter. Seine jüngste Erklärung sei womöglich "nicht scharf genug" gewesen, sagte Trump nach einer Sitzung mit seinen Sicherheitsberatern zu Journalisten in seinem Golfclub in New Jersey. Am Dienstag hatte er Nordkorea "mit Feuer und Wut" gedroht, wie es die Welt noch nicht gesehen habe.

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Nordkorea und USA – verbales Wettrüsten

Die Amerikaner und ihre Verbündeten seien sicher, bekräftigte Trump angesichts der Drohung Nordkoreas, die US-Pazifikinsel Guam ins Visier zu nehmen. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es nur daran dächte, die USA und ihre Alliierten anzugreifen. Er rief China erneut auf, Nordkorea zum Ende seines Atomprogramms zu drängen.

Zum Erstschlag bereit

Nach Einschätzung des republikanischen Senators Lindsey Graham wäre US-Präsident Trump zu einem Präventivschlag gegen Nordkorea bereit, um das Land von einem Atomangriff auf US-Territorium abzuhalten. "Wenn Verhandlungen scheitern, dann ist er bereit, die 'strategische Geduld' aufzugeben und Präventivmaßnahmen zu ergreifen", sagte Graham.

Trump kündigte an, das US-Raketenabwehrprogramm zu stärken: "Wir werden das Budget dafür um viele Milliarden Dollar anheben." Eine offizielle Ankündigung dazu käme bald. Er erklärte, dass das Nukleararsenal der USA in einem "Tiptop-Zustand" sei und immer besser werde. Er betonte, dass seine Regierung "viel für die Modernisierung" getan habe. Gleichzeitig warnte er vor den Gefahren der Atomwaffen und erklärte, er wolle die gesamte Welt von Atomwaffen befreien.

Mögliche UN-Vermittlung

UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich besorgt angesichts der rhetorischen Eskalation von beiden Seiten in dem Konflikt. Guterres begrüße "jede Initiative, die zur Deeskalation beiträgt und zur Rückkehr der Diplomatie", so eine Sprecherin des Generalsekretärs. Dieser sei "jederzeit" bereit zu vermitteln.

fab/se (afp, rtr, APE)

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