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USA

Trump Jr. will Russland-Kontakt erläutern

Der älteste Sohn des US-Präsidenten zeigt sich bereit, dem Geheimdienstausschuss des Senats Rede und Antwort zu stehen. Das Gremium will wissen, was er im Wahlkampf 2016 mit einer russischen Anwältin zu besprechen hatte.

Er sei bereit, dem Komitee das weiterzugeben, was er wisse, schrieb der gleichnamige Sohn von US-Präsident Donald Trump im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die republikanische Senatorin Susan Collins hatte zuvor erklärt, dass der 39-Jährige sich den Fragen des Geheimdienstausschusses stellen solle. Collins ist Mitglied des Gremiums.

Clinton-Infos als Vorwand

Nach einem entsprechenden Bericht der "New York Times" (NYT) hatte Trumps Sohn am Sonntag eingeräumt, er habe sich während des Wahlkampfes seines Vaters im Sommer vergangenen Jahres mit der Anwältin Natalia Veselnitskaja getroffen. Die mit dem Kreml vernetzte Anwältin habe angeführt, über Informationen zu verfügen, wonach "Personen mit Verbindungen nach Russland" die Parteizentrale der US-Demokraten finanziell unterstützten und auch Trumps Konkurrentin Hillary Clinton unter die Arme griffen, erklärte Trump Jr.

Im Verlauf des Gesprächs sei jedoch schnell klar geworden, dass Veselnitskaja "keine bedeutsamen Informationen" besessen habe. Ihr eigentliches Anliegen - so Trumps Sohn weiter - seien die Adoptionen russischer Kinder durch Paare in den USA gewesen, die der russische Staatschef Wladimir Putin ausgesetzt hatte.

Noch im März hatte Donald Trump Jr. in einem NYT-Interview geleugnet, an irgendwelchen Treffen mit russischen Staatsbürgern teilgenommen zu haben, in denen es um den US-Wahlkampf gegangen sei. 

Der Kreml gegen Clinton?

Der russischen Führung wird gezielte Wahlbeeinflussung zugunsten des Republikaners Trump vorgeworfen. So sind die US-Geheimdienste davon überzeugt, dass Moskau hinter den Hackerangriffen auf die Parteizentrale der Demokraten und das Clinton-Team steckte. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gegeben hat. Präsidenten-Sprecherin Sarah Sanders versicherte, Donald Trump Jr. habe mit niemandem konspiriert, "um die Wahl zu beeinflussen".

wa/pab (dpa, rtr, afp)

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