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Wirtschaft

Trump geht auf Silicon Valley zu

Die Chefs der High-Tech-Branche hatten sich im Wahlkampf eher gegen Donald Trump ausgesprochen. Nun nominiert der designierte Präsident Tesla-Chef Elon Musk und Uber-Boss Travis Kalanick für sein "Strategisches Forum".

Das "Strategische Forum" von Donald Trump hatte bisher auf Köpfe aus dem Silicon Valley verzichtet. Zu den 17 Mitglieder, die den designierten Präsidenten in Wirtschaftsfragen beraten sollen, kommen nun zwei High-Tech-Vertreter hinzu. Er habe den Vorsitzenden des Elektroauto-Pioniers Tesla, Elon Musk, sowie den Chef des Fahrdienstes Uber, Travis Kalanick, nominiert, so Trump.

Die Vereinigten Staaten hätten "die innovativsten und dynamischsten Unternehmen der Welt", und die neu für sein Forum ernannten Wirtschaftslenker seien in ihren jeweiligen Branchen an der Spitze, erklärte Trump. Neben Musk und Kalanick nominierte er noch die Chefin des Getränkekonzern Pepsico, Indra Nooyi.

Silicon Valley denkt um

Tesla Motors Elon Musk (AFP/Getty Images/J. Lampen)

Tesla-Chef Elon Musk

Im Wahlkampf hatten die Vertreter der High-Tech-Branche mit großer Mehrheit die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, unterstützt. Eine Ausnahme war der aus Deutschland stammende Internet-Milliardär Peter Thiel, Mitbegründer des Online-Bezahldienstes PayPal, der sich hinter Trump stellte.

Der Wahlausgang hatte die Technologiegiganten dann auf dem falschen Fuß erwischt. Nun ist Umdenken angesagt. Denn es wird weithin erwartet, dass Trump die Technologiekonzerne härter anfassen wird als sein Vorgänger Barack Obama. Schon im Wahlkampf hatte der Kandidat der Republikaner mit diversen Äußerungen für Alarmsignale in der Branche gesorgt. Vor allem mit seinen Ankündigungen zur Einwanderungpolitik, Überwachung durch Behörden sowie Verschlüsselung. Druck müssen die Unternehmen auch in Beschäftigungsfragen erwarten: Der künftige Präsident warnt die heimische Wirtschaft vor Stellenverlagerungen ins Ausland und versucht, ihr Jobzusagen abzuringen.

Musk, der ursprünglich aus Südafrika stammt, ist durch seine ehrgeizigen Projekte zu einem Guru der High-Tech-Welt geworden. Neben seinen Tesla-Elektroautos ist Musk auch der Gründer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, das Raketen zu wiederverwertbaren und somit erschwinglichen Transportmitteln machen will. Kalanick macht mit seinem innovativen Fahrdienst, der Fahrer und Kunden mittels einer Smartphone-App verbindet, weltweit den herkömmlichen Taxis Konkurrenz.

Uber-Chef Travis Kalanick (picture-alliance/dpa/T. Hase)

Uber-Boss Travis Kalanick

Mit Musk und Kalanick sind aber nur zwei Vertreter des Silicon Valleys in Trumps Beraterteam. Die beiden sollen heute in New York an einem Treffen des designierten Präsidenten mit anderen Vertretern des Silicon Valley teilnehmen. Dabei sind auch der Chef des Online-Versandhauses Amazon, Jeff Bezos, die Vorsitzenden des Technologie- und Sofwareriesen Alphabet, Larry Page und Eric Schmidt, Apple-Chef Tim Cook sowie die Leiterin des Online-Netzwerks Facebook, Sheryl Sandberg.

nm/dk (rtr/afp)

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