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Kultur

Trump findet kaum prominente Unterstützung für seine Amtseinführung

Donald Trump ist selbst berühmt, er hat aber Schwierigkeiten, andere Prominente für die Feier zu seiner Amtseinführung zu gewinnen. Nun plant sein Team ein "poetisches" Event.

Unter den zahlreichen Tweets des zukünftigen US-Präsidenten finden sich einige, die sehr reale politische oder finanzwirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten. Manch andere bestehen lediglich aus Schimpftiraden. So wie beispielsweise die Reaktion auf Meryl Streeps Trump-Kritik in ihrer Rede bei den Golden Globes. Es lohnt sich trotzdem, darüber zu berichten, weil Trumps Reaktion zeigt, wie er tickt.

Als Narzisst mag Trump es, mit Stars gesehen zu werden. Einer der ersten Künstler, die er nach der Wahl zu sich in den Trump Tower einlud, war der öffentlichkeitsbesessene Rapper Kanye West, der ihn "einen Freund" nennt. Trotz seiner Macht und seiner eigenen Bekanntheit sind nicht viele Prominente dazu bereit, Trump am Tag seiner Amtseinführung beizustehen.

"Weiche Sinnlichkeit" bei Trumps Amtseinführung

Trumps Team, das die Feierlichkeiten zur Amtseinführung vorbereitet, versucht herunterzuspielen, dass nahezu kein hochkarätiger Star dabei auftreten will. Viele Stars haben ihre Absagen öffentlich gemacht, nun hat Trumps Planungsteam seine Strategie geändert.

Chef-Planer Tom Barrack sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass Trumps Amtseinführung vielmehr einen "poetischen Tonfall" haben und keine "zirkusähnliche Feier" werden solle. "Die Tenor wird sein: 'Lasst mich zurück an die Arbeit gehen.'"

"Anstatt zu versuchen, ihn mit Menschen zu umgeben, die von der Bevölkerung als A-Promis betrachtet werden, werden wir ihn mit der 'soft sensuality', der Sinnlichkeit des Ortes umgeben", fügte Barrack hinzu. Dieser Ausdruck hat Social Media-Nutzer zusammenzucken lassen. Unter dem Hashtag #softsensuality posten sie zahlreiche Memes.

Tatsächlich hat das Team um Trump sich wirklich bemüht, Stars für die Veranstaltung zu gewinnen, doch die wollten einfach nicht mitmachen. In einigen Fällen scheinen Trumps Planer sich so sehr beeilt zu haben, ihre Einladungen zu verschicken, dass sie schlicht vergessen haben, vorher zu überprüfen, wen sie da eigentlich fragen. Darauf, dass es leicht herauszufinden sei, dass sie Trump für einen Tyrannen halte, hat die walisische Sängerin Charlotte Church bei Twitter aufmerksam gemacht:

Trump hingegen versuchte seine Enttäuschung darüber, dass die Welt-Stars einfach nicht Teil seines Clubs sein wollen, zu vertuschen:

Tweets wie dieser veranschaulichen, dass der Boykott der Stars Trump stärker trifft, als er zugeben will. Unsere Bildergalerie beleuchtet einige von Trumps widersprüchlichen Beziehungen, die er mit Prominenten wie Meryl Streep, Kanye West und Arnold Schwarzenegger pflegt.

 

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