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Beziehungen

Trump enttäuscht den Kreml

Knapp acht Wochen nach dem Amtsantritt des US-Präsidenten hat sich der Kreml über eine fehlende Dialogbereitschaft Washingtons beklagt. Treffen sich die Staatschefs Trump und Putin womöglich erst im Sommer?

Wladimir Putin und Dmitri Peskow (picture-alliance/dpa)

Russlands Präsident und sein Sprecher: Wladimir Putin und Dmitri Peskow

"Wir würden mit Sicherheit häufigere und tiefere Kontakte erwarten", sagte Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem US-Nachrichtensender CNN. Schließlich habe es "eine ziemlich lange Pause in den bilateralen Beziehungen gegeben".

"Unverzeihlich"

Für Washington und Moskau sei es "unverzeihlich, nicht im Dialog miteinander zu stehen", meinte Peskow. Er verwies auf die Vielzahl der regionalen und internationalen Probleme, die es zu lösen gelte. Doch Putin und US-Präsident Donald Trump könnten sich möglicherweise erst beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg persönlich treffen - "wenn wir keine Einigung für einen früheren Gipfel erzielen".

Donald Trump (picture-alliance/dpa)

Donald Trump: Zu wenig Dialog mit Russland?

Zugleich kritisierte der Kreml-Sprecher die öffentliche Diskussion und Wahrnehmung Russlands in den USA. Russland werde für alles Negative verantwortlich gemacht. Wie aus dem Nichts sei Russland zum Alptraum für die Vereinigten Staaten geworden. "Wir möchten wirklich, dass diese Hysterie aufhört", betonte Peskow.

Russland habe keinerlei Absichten, auf die internen Angelegenheiten anderer Länder Einfluss zu nehmen, versicherte er. Auch Vorwürfe, russische Hacker hätten die Computer amerikanischer Organisationen, darunter die Demokratische Partei der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, ausspioniert, seien falsch. Putin habe sich zudem nie für einen der beiden Kandidaten im US-Präsidentschaftswahlkampf ausgesprochen. Allerdings deutete Peskow an, dass Putin eine persönliche Präferenz für Trump haben könnte. Denn dieser habe sich der gemeinsamen Lösung von Problemen gegenüber offener gezeigt als Clinton.

wa/cgn (afp, dpa)

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