Trump droht Palästinensern mit Finanzstopp | Aktuell Welt | DW | 02.01.2018
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USA

Trump droht Palästinensern mit Finanzstopp

Nach Pakistan will Donald Trump nun auch den Palästinenser-Gebieten Hilfsgelder streichen. Der US-Präsident ist ein entschiedener Unterstützer Israels.

US-Präsident Donald Trump hat den Palästinensern mit einer Streichung finanzieller Hilfen gedroht. "Wir zahlen den Palästinensern jährlich hunderte Millionen Dollar und bekommen dafür weder Anerkennung noch Respekt", schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er stellte die Frage, warum die USA "diese massiven künftigen Zahlungen leisten" sollten, wenn die Palästinenser "nicht mehr über Frieden reden" wollten.

Trump bleibt bei Pro-Israel-Kurs

Trump fährt im Nahost-Konflikt einen klar pro-israelischen Kurs. Anfang Dezember erkannte er Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an und provozierte damit gewaltsame Proteste in der muslimischen Welt. Derzeit erhalten die Palästinenser von den USA jährliche Finanzhilfen von mehr als 300 Millionen Dollar (250 Millionen Euro).

Am Montag hatte Trump bereits Pakistan mit einer Einstellung von US-Hilfen gedroht. Er warf der Regierung in Islamabad vor, "Terroristen" aus Afghanistan Zuflucht zu gewähren. Pakistan habe den USA im Gegenzug für Milliardenhilfen "nichts als Lügen und Betrug" geboten.

myk/gri (dpa, rtrd)