1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

USA

Trump bietet Chinas Präsident Zusammenarbeit an

Mit einem Brief beendete US-Präsident Donald Trump die wochenlange Funkstille zwischen den USA und China. Er freue sich auf "konstruktive Beziehungen". Die Reaktion aus Peking ließ nicht lange auf sich warten.

Kombobild Donald Trump und Xi Jinping (picture-alliance/AP Photo/P. Martinez Monsivais/L. Hidalgo)

Donald Trump und Xi Jinping

"Kooperation ist die einzige richtige Option für die beiden Länder", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang. US-Präsident Donald Trump hatte Chinas Präsident Xi Jinping geschrieben, er freue sich auf eine konstruktive Beziehung, die für beide Länder von Vorteil sei. In dem Schreiben richtete der US-Präsident seinem chinesischen Kollegen auch verspätete Glückwünsche zum chinesischen Neujahrsfest aus. Die Neujahrsgrüße erst zum Ende der zweiwöchigen Feier zu übermitteln, gilt in China als unüblich und kann als respektlos aufgefasst werden.

Chinas Präsident Xi hatte Trump zu dessen Amtsantritt am 20. Januar seine Glückwünsche übermittelt. Seitdem telefonierte der neue US-Präsident mit rund 20 Staats- und Regierungschefs, mit China nahm er jedoch bisher keinen telefonischen Kontakt auf.

Konfrontationskurs mit China

Im Wahlkampf hatte Trump oft den Konfrontationskurs mit China gewählt: Wiederholt hatte er sich abfällig über die chinesische Handels- und Außenpolitik geäußert. Er hatte Peking unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und mit Zöllen auf chinesische Importe gedroht. Auch nach seinem Wahlsieg sparte der US-Präsident nicht mit Kritik. In diesem Tweet machte er Anfang Januar seinem Ärger über die "einseitige Handelspolitik" Chinas Luft.

Auch übte Trump Kritik an Chinas Herrschaftsanspruch über weite Teile des chinesischen Meeres. Er drohte einen neuen Umgang mit Taiwan an und stellte die "Ein-China-Politik" der USA in Frage. Mit dieser Doktrin fordert Peking, dass kein Land offizielle Beziehungen zu der demokratischen Inselrepublik Taiwan unterhalten darf, die China als abtrünnige Provinz betrachtet. Als erster neu gewählter Präsident seit 1979 nahm Trump anlässlich seines Amtsantritts einen Gratulationsanruf aus Taiwan an.

sgr / uh (dpa, AFP)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema