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Reise

Trotz Terror: Weltweiter Touristenrekord

Anschläge und internationale Konflikte haben Urlauber in weiten Teilen der Welt im vergangenen Jahr nicht von Reisen ins Ausland abgehalten.

Die Zahl der Auslandstouristen sei 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf eine Rekordzahl von mehr als 1,23 Milliarden gestiegen, teilte die UN-Tourismusorganisation (UNWTO) am Dienstag in Madrid mit. Damit stieg die Zahl der Touristen bereits das siebte Jahr in Folge. Die Zahl der asiatischen Reisenden wuchs den Angaben zufolge um acht Prozent.
"Die Zahlen bedeuten, dass im Vergleich zu 2015 fast 46 Millionen Menschen mehr gereist sind", sagte UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. Die größte Herausforderung für die Branche sei es, die Sicherheit der Urlauber angesichts der Bedrohung durch Terrorismus zu gewährleisten.

Europa blieb demnach 2016 die meistbesuchte Weltregion mit 620 Millionen Touristen. Der Anstieg fiel mit zwei Prozent aber schwächer aus als im Vorjahr. Hintergrund waren laut UNWTO Sicherheitsbedenken gegen Aufenthalte in bestimmten europäischen Ländern. Während manche Reiseziele in Europa zweistellige Wachstumsraten verzeichnet hätten, habe es andernorts gar keinen Anstieg gegeben. 

Mit Spannung war das neue Ranking der meistbesuchten Länder erwartet worden - UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai enttäuschte bei der Vorstellung der Zahlen jedoch die Erwartungen. Die Rangliste werde erst später bekanntgegeben, sagte er. Im Jahr 2015 hatte Frankreich auf Platz eins der meistbesuchten Länder gestanden, gefolgt von den USA und Spanien. 

Laut UNWTO sorgt der Tourismus für zehn Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), sieben Prozent des internationalen Handels und 30 Prozent der Dienstleistungsexporte. Einer von elf Jobs weltweit hängt demnach direkt oder indirekt vom Tourismus ab. 

isi/at (dpa, afp)
 

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