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Politik

Triumph und Tragödie: Benazir Bhutto aus dem Exil zurück in Pakistan

Zehntausende Anhänger bereiteten der früheren Premierministerin Benazir Bhutto einen begeisternden Empfang in Karachi - dann töteten Bomben in der Menge mindestens 130 Menschen. Bhutto blieb unverletzt.

Benazir Bhutto (AP Photo/Mary Altaffer)

Benazir Bhutto nach ihrer Ankunft in Karachi

Bhutto landete am Donnerstag (18.10.2007) gegen Mittag in ihrer Heimatstadt Karachi. Zehntausende Anhänger ihrer Pakistanischen Volkspartei (PPP) hatten sich versammelt, um die 54-jährige Politikerin nach achtjährigem Exil zu begrüßen. Alleine am Flughafen kamen mehrere tausend Menschen zusammen. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen fuhr sie anschließend durch die Straßen von Karatschi, wo ihr mehr als 200.000 Anhänger einen triumphalen Empfang bereiteten.

Nach Anschlagdrohungen gegen Bhutto sicherten mehr als 10.000 Polizisten ihren Weg durch die 15-Millionen-Stadt. Extremisten der radikal-islamischen Taliban sowie von Al-Kaida hatten mit Anschlägen auf die Politikerin gedroht, da sie eine Vereinbarung mit den USA getroffen habe.

Mehr als 100 Tote

In der Nacht kam es dann doch noch zu den befürchteten Anschlägen: Bei zwei Explosionen nahe eines Autos mit Benazir Bhutto wurden nach offiziellen Angaben mindestens 130 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. "Benazir Bhutto war das Ziel, aber sie wurde nicht verletzt", sagte ein hochrangiger
Vertreter von Bhuttos Volkspartei PPP.

Einer ersten kleinen Explosion folgte eine gewaltige Detonation nur Meter entfernt von dem Lastwagen, auf dem Bhutto während einer Feier zu ihrer Heimkehr durch die Straßen von Karachi gefahren wurde.

Bhutto war wegen eines drohenden Korruptionsverfahrens ins Exil gegangen. Sie will bei der für Januar geplanten Parlamentswahl als Spitzenkandidatin der PPP antreten. Ein anschließendes Bündnis mit der Partei von Präsident Pervez Musharraf wird nicht ausgeschlossen. Musharraf hat ihr in Kontaktgesprächen eine Amnestie in der Korruptionsaffäre zugesagt. (sams)

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