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Aktuell Welt

Triumph für Steve McQueen bei der Oscar-Verleihung

Das Sklavendrama "12 Years a Slave" ist als bester Film bei den Academy Awards ausgezeichnet worden. Damit gewann erstmals ein schwarzer Regisseur in der Königskategorie.

Steve McQueen schreibt Oscar-Geschichte. Er ist der erste schwarze Filmemacher, dessen Werk mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wurde. Das brutale und zugleich tief berührende Sklavendrama "12 Years a Slave" siegte in der Königsdisziplin der Academy Awards. Es ist erst der dritte Spielfilm des 44-jährigen Briten.

Martyrium verfilmt

Das Historiendrama handelt vom Leben des Mitte des 19. Jahrhunderts in die Sklaverei verschleppten Afroamerikaners Solomon Northup, der über sein Martyrium einst eine Autobiographie verfasste. "Jeder verdient es, nicht nur zu überleben, sondern zu leben", sagte der britische Regisseur McQueen nach seinem Triumph Los Angeles. "Das ist das wichtigste Erbe von Solomon Northup."

Regie-Oscar für "Gravity"

Das Sklavendrama setzte sich gegen den Weltraumthriller "Gravity" und die Gaunerkomödie "American Hustle" durch, die als härteste Konkurrenten gehandelt worden waren. "Gravity" gewann aber mit sieben Oscars die meisten Preise, darunter auch der Oscar für die beste Regie. Der mexikanische Filmemacher Alfonso Cuarón setzte sich dabei unter anderem gegen Altmeister Martin Scorsese durch, der für "The Wolf of Wall Street" nominiert war. Deutsche Oscar-Hoffnungen wurden bei der Gala in Hollywood enttäuscht.

Matthew McConaughey setzt sich durch

Der US-Schauspieler Matthew McConaughey holte für seine Rolle in dem auf einer wahren Begebenheit basierenden Film "Dallas Buyers Club" den Oscar als bester Hauptdarsteller. McConaughey spielt einen schwulenfeindlichen Draufgänger, der nach einer HIV-Diagnose für die Rechte von Aidskranken eintritt. Der 44-Jährige setzte sich gegen Christian Bale ("American Hustle"), Bruce Dern ("Nebraska"), Leonardo DiCaprio ("The Wolf of Wall Street") und Chiwetel Ejiofor ("12 Years a Slave") durch.

Der Oscar für die beste weibliche Hauptrolle ging an die australische Schauspielerin Cate Blanchett, die für ihre Darstellung einer gefallenen High-Society-Dame in dem Woody-Allen-Film "Blue Jasmine" ausgezeichnet wurde. Die 44-Jährige setzte sich gegen Amy Adams ("American Hustle"), Sandra Bullock ("Gravity"), Meryl Streep ("Im August in Osage County") und Judi Dench ("Philomena") durch.

uh/wa (afp/dpa)