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Kultur

Trio infernale

Nie zuvor in 100 Jahren Tour de France haben drei Fahrer nach 14 Etappen so dicht beeinander gelegen: Lance Armstrong verteidigte zwar am Sonntag (20.7.) das Gelbe Trikot - aber nur mit äußerst knappem Vorsprung.

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Noch ist Armstrong vorn. Noch ...

Jan Ullrich, Lance Armstrong und Alexander Winokurow liefern sich in den Pyrenäen einen offenen Dreikampf: Nur noch 18 Sekunden liegen die drei in der Gesamtwertung auseinander - und das nach 2485 km und 61:07:17 Stunden. Auf der 14. Etappe von Saint Girons nach Loudenvielle-Le Louron hatten die Fahrer wieder Schwerstarbeit zu verrichten: Sechs Pyrenäen-Anstiege waren zu meistern.

Der Schluss der Etappe gab den klassischen Krimi: Ullrich und Armstrong belauerten sich im letzten Anstieg. Währenddessen attackierte Winokurow aus der Verfolgergruppe heraus. Er nutzte die Gunst der Stunde und machte nach einem Höllenritt über den 1563 Meter hohen Col de Peyresourde als Sechstplatzierter 43 Sekunden auf die beiden Favoriten gut.

Armstrong aus dem Formtief?

"Das war für mich eine ganz harte Etappe. Ich habe alles gegeben", sagte der erschöpfte Winokurow. Für die Zurückhaltung von Armstrong hatte Bianchi-Teamchef Rudy Pevenage kein Verständnis. "Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Es ist seine Aufgabe Winokurow hinterherzufahren", meinte der Belgier angesäuert. Den Etappensieg holte sich Giro-Sieger Gilberto Simoni, der den Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe vor Laurent Dufaux und "Bergkönig" Richard Virenque gewann. Zufriedenheit machte sich nach den jüngsten Schlappen diesmal bei Armstrong breit. "Ich bin wieder viel besser gefahren. Gestern hatte ich einen Krisen-Tag", meinte der US-Postal-Kapitän.

Armstrong hat bereits die dritte Pyrenäen-Etappe nach Luz-Ardiden am Montag (21. Juli 2003) im Blick. "Das wird ein entscheidender Tag." Auf der 15. Etappe steht die letzte Bergankunft auf dem Programm, vorher ist noch der berühmt-berüchtigte Tourmalet zu bewältigen. Ob er bei der bevorstehenden schwersten Pyrenäen-Etappe attackieren werde verriet Lance Armstrong nicht. Aber auch wenn aus seiner Sicht alles schief gehen sollte, und er die Tour verliert, würde er "nicht heulen und im nächsten Jahr zurückkommen", ist der Amerikaner zuversichtlich. (arn)

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