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Wirtschaft

Trendwende in Sicht?

Die Börsenwoche war geprägt von den Geschäftszahlen, die eine ganze Reihe von Unternehmen in Europa und den USA vorlegten. DAX und Nemax-50 tendierten seitwärts.

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Händler an der Frankfurter Börse

In Deutschland galt die Aufmerksamkeit vor allem Siemens, dem Halbleiter-Hersteller Infineon und dem Software-Haus SAP. Siemens hat die Verlustzone verlassen und im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine halbe Milliarde Euro nach Steuern erwirtschaftet. Allerdings litt das Papier etwas unter einer Herabstufung durch das Investmenthaus Merill Lynch. SAP konnte mit einem Rekordumsatz glänzen und versprach, seine Marktanteile auszuweiten.

Positiv war der Einfluß der Zahlen, die Nokia, der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, am Donnerstag in Helsinki präsentierte. Zwar ist der Ertrag vor Steuern im Jahresvergleich um über 40 Prozent eingebrochen, unterm Strich blieben Nokia aber immer noch 3,5 Milliarden Euro. Damit ist das finnische Unternehmen der einzige große Handy-Hersteller, der im vergangenen Jahr Milliarden-Gewinne einfahren konnte. Vor allem die Technologiewerte im DAX konnten von den Nokia-Zahlen profitieren.

Bayer feierte am Donnerstag als 18. deutsches Unternehmen seinen Gang an die New Yorker Wall Street, das kam auch der Aktie zu gute.

Manche Analysten, wie die der Commerzbank, sind der Meinung, dass sich am Aktienmarkt eine Trendwende abzeichnet. Gleichzeitig fehlten in dieser Woche oft die Impulse, die Umsätze blieben meist schwach. Auch der verhalten optimistische Ausblick von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan am Donnerstag konnte die Stimmung der Frankfurter Händler nicht aufhellen; im Gegensatz zur Wall Street bröckelten in Frankfurt die Kurse nach der Greenspan-Rede ab.

Im Wochenverlauf blieben DAX und Nemax-50 fast unverändert.

Am Rentenmarkt festigte sich die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung weiter, Zinssenkungs-Fantasien erhielten kaum neue
Nahrung. Konjunkturoptimisten wurden zudem durch die Studie der Universität Michigan bestätigt, nach der das Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung deutlich gestiegen ist.

Rückschlage mußte dagegen der Euro hinnehmen, der am Freitag unter der Marke von 0,87 US-Dollar notierte und damit auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten fiel. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass sich die amerikanische Wirtschaft früher erholen werde als die europäische, sagten Händler zur Begründung.

  • Datum 26.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1kvN
  • Datum 26.01.2002
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