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Wissen & Umwelt

Treibhausgas-Zeitbombe Tundra

Russland Landschaft in Sibirien

Tundra

Russische und finnische Wissenschaftler berichten in der Zeitschrift "Nature Geoscience", dass mehrere Milliarden Tonnen Treibhausgase entweichen könnten, falls die Permafrostböden aufgrund der Klimaerwärmung stärker auftauen sollten. Und zwar nicht ausschließlich Kohlendioxid, sondern auch das etwa 300 Mal klimawirksamere Distickstoffoxid, das auch als Lachgas bekannt ist.

Dieses Gas konnten die Forscher bei ihren Studien in der Nähe der sibirischen Stadt Workuta messen. Es entweicht während der sogenannten Kryoturbation, also wenn der oberflächennahe Untergrund durch Gefrieren und Wiederauftauen durchmischt wird. "Es gibt Beweise, dass die Erwärmung der Arktis die Kryoturbation beschleunigt", heißt es in dem Papier. Dies würde dann zu immer größeren Lachgas-Emissionen führen und den Klimawandel verstärken.

Laut Weltklimarat, IPCC, sind in den Tundren deutlich höhere Mengen an Treibhausgasen gespeichert, als bislang bekannt.