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Tragödie in Bayern

Trauerfeier für tote Teenager in Arnstein

Einen Tag nach dem Fund von sechs toten Jugendlichen in einem Gartenhaus im unterfränkischen Arnstein soll in einer Trauerfeier an die Opfer gedacht werden. Die Hintergründe des Unglücks sind weiter unklar.

Arnstein Fund von sechs toten Teenagern (picture-alliance/dpa/D. Karmann)

Die Polizei hat das Grundstück, auf dem das Gartenhaus steht, abgesperrt

Die Trauerstunde soll am Abend in der Stadtkirche St. Nikolaus stattfinden und richtet sich ausdrücklich nur an Angehörige und Freunde, wie eine Seelsorgerin der Pfarrgemeinde sagte.

Am Tag nach dem Fund herrscht in dem 8000-Einwohner Ort Arnstein, knapp 30 Minuten von Würzburg entfernt, Trauer und Fassungslosigkeit. Es ist der Tag, nachdem ein Vater seine zwei Kinder tot in einer Gartenlaube fand, neben vier anderen gerade Erwachsenen zwischen 18 und 19 Jahren. Die fünf Jungen und ein Mädchen kamen alle aus der Gegend.

"Es ist für uns ein schwerer Schicksalsschlag, so viele junge Menschen zu verlieren", sagte der zweite Bürgermeister, Franz-Josef Sauer (CSU). "Dem betroffenen Vater in die Augen zu sehen - das kann man in keiner Schule lernen", sagte Sauer.

Hintergründe weiterhin unklar

Die Jugendlichen hatten in dem abgelegenen Häuschen eine Party gefeiert. Weil der Vater bis in die Morgenstunden keinen Kontakt zu seiner Tochter und dem Sohn hatte, wollte er nachsehen, ob alles in Ordnung sei. Als der Vater die leblosen Körper fand, alarmiert er die Rettungskräfte, die nur noch den Tod der sechs Teenager feststellen konnten.

Noch immer ist unklar, wie es zu der Tragödie kam. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass in der Laube ein Holzofen in Betrieb gewesen sei. Ob dieser in Zusammenhang mit dem Tod der Jugendlichen stehe, sei aber "reine Spekulation", so der Sprecher. Eine Obduktion der Leichen soll in den kommenden Tagen Klarheit bringen.

rk/ww (dpa, afp)

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