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Amerika

Trauer und Freude nach Flugzeugunglück

17 Menschen sind beim Absturz eines Regionalflugzeugs in Venezuela ums Leben gekommen. Doch die Mehrzahl der insgesamt 51 Insassen überlebte - wie durch "ein Wunder".

Abgestürztes Flugzeug in Venezuela (Foto: AP)

Die Rettungskräfte trafen schnell ein

Das Turboprop-Regionalflugzeug der staatlichen Airline Conviasa verunglückte am Montag (13.09.2010) auf einem Inlandsflug. Die Maschine kam von der venezolanischen Karibik-Insel Margarita und stürzte etwa zehn Kilometer vor dem Flughafen Puerto Ordaz im Bundesstaat Bolívar ab. 17 Menschen kamen ums Leben, darunter der Pilot und zwei Besatzungsmitglieder. 34 wurden verletzt und in umliegende Kliniken gebracht. Sie seien aber außer Lebensgefahr, hieß es.

An Bord des Propellerflugzeugs vom Typ ATR-42 seien 47 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder gewesen. Der Gouverneur des Bundesstaates Bolívar, Francisco Rangel, sprach angesichts der vielen Überlebenden von einem "Wunder" und lobte die Helfer. "Die Hilfe kam sofort. Ich glaube, es sind keine drei Minuten vergangen, bis die Rettungskräfte eintrafen", sagte Rangel im venezolanischen Fernsehen.

Technische Probleme

Feuerwehrleute bei abgestüzten Flugzeug in Venezuela (Foto: AP)

Der Unglücksort bei einem Stahlwerk

Der Pilot hatte kurz vor der Landung offenbar die Kontrolle über die Maschine verloren. In einem kurz vor dem Unglück abgesetzten Funkspruch meldete er technische Probleme. Die genaue Unglücksursache ist allerdings noch unklar. Der Unglücksort liegt auf dem Gelände des Stahlwerks "Siderúrgica del Orinoco" im Industriegebiet von Ciudad Guayana rund 700 Kilometer südlich von Caracas. Die Maschine stürzte auf eine Fläche, die von dem Unternehmen zur Lagerung von Materialresten genutzt wird. Von den Werksarbeitern am Boden wurde den Angaben zufolge niemand verletzt.

Autor: Anne Herrberg (dpa, ap, afp)

Redaktion: Thomas Latschan