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Terrorismus

Trauer um Opfer des Attentats auf "Charlie Hebdo"

Vor rund zwei Jahren stürmten zwei Terroristen in die Redaktionsräume der französischen Satirezeitschrift und ermordeten zahlreiche Mitarbeiter. Frankreichs Politiker erinnerten an die Toten.

Rund zwei Jahre nach den islamistischen Terroranschlägen auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" und einen Supermarkt für koschere Produkte haben Frankreichs Innenminister Bruno Le Roux und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo der 17 Toten gedacht.

Sie legten Blumengestecke vor dem früheren Redaktionsgebäude des Satireblattes im 11. Pariser Stadtbezirk und zwei weiteren Anschlagsorten in der Hauptstadt nieder. An den kurzen und nüchtern gehaltenen Zeremonien nahmen auch Angehörige der Opfer teil.  

Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Paris 13.01.2015 (DW/B. Riegert)

Der Tatort kurz nach dem Attentat

Sie leben immer noch - auch auf Deutsch 

Die beiden Islamisten Chérif und Said Kouachi waren am 7. Januar 2015 in die Redaktion von Charlie "Hebdo" eingedrungen und hatten auf die Mitarbeiter geschossen.  Zwölf Menschen starben,  darunter die bekannten Zeichner Stéphane Charbonnier (Charb), Jean Cabut (Cabu) und Georges Wolinski.  Während die Täter flüchteten, ermordete ein weiterer Terrorist eine Polizistin und vier Menschen in einem jüdischen Supermarkt.

Charlie Hebdo - Verkaufsstart in Deutschland 17.01.2015 (picture-alliance/dpa/P. Seeger)

Erste Ausgabe von "Charlie Hebdo" nach dem Anschlag

Wir haben "Charlie Hebdo getötet", hatten die beiden Islamisten getönt, nachdem sie ein Blutbad in den Redaktionsräumen angerichtet hatten. Doch damit hatten die Terroristen sich geirrt: Das Symbol für schonungslose Meinungsfreiheit hat überlebt, das Team des Pariser Satiremagazins den rebellischen Geist des Blatts bewahrt. "Charlie" provoziert weiter, seit kurzem auch auf Deutsch. Die Redaktion von "Charlie Hebdo" zog nach dem Attentat allerdings um und arbeitet nun in streng geschützten Räumen mit geheimer Adresse.

Weltweite Solidarität

Wenige Tage nach dem Massaker gingen noch Millionen Menschen auf die Straße, um ihre Solidarität auszudrücken. "Je suis Charlie", auf Deutsch "Ich bin Charlie", war das Wort der Stunde, das Land rückte zusammen. Die blutigen Überfälle auf "Charlie Hebdo" und den Supermarkt läuteten eine Terrorserie in Frankreich ein, in der über 200 Menschen das Leben verloren. 

Nach der Terrornacht von Paris Ende 2015, spätestens aber nach dem Anschlag von Nizza im Sommer, bekam die viel beschworene nationale Einheit Frankreichs Risse. Die richtige Strategie im Kampf gegen den Terror ist im laufenden Präsidentschaftswahlkampf ein zentraler Streitpunkt...

chr/SC  (dpa, afp)

     

 

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