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Kultur

Trauer um Opfer der Buschbrände

In Australien haben die Menschen den mehr als 180 Todesopfern der größten Buschfeuer-Katastrophe in der Geschichte des Landes gedacht. Die Regierung will indes die Einrichtung eines Frühwarnsystems vorantreiben.

Trauernder Mann (Foto: AP)

Tiefe Trauer

Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd sprach am Sonntag (15.02.2009) bei einer Trauerfeier im Bundesstaat Victoria, wo die Brände seit gut einer Woche wüten, Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern seine Anerkennung aus. "Ihr habt euch hintangestellt und eure Gemeinde voran", sagte Rudd. Obdachlos gewordenen Familien sicherte der Regierungschef finanzielle Unterstützung aus einem Spendenfonds zu. Zugleich zeigte sich Rudd zuversichtlich, dass die Menschen die Kraft finden würden, ihre niedergebrannten Gemeinden wieder aufzubauen. Nach seiner Rede setzte der Premier als Zeichen des Gedenkens und der Erneuerung Eukalyptusblätter in eine Schale mit Wasser.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Buschbrand in Australien (Foto: AP)

Nicht alle Brände sind gelöscht

Die Feuerwehr machte sich inzwischen daran, die letzten Brandherde einzudämmen. Zwar seien die Flammen unter Kontrolle, doch es werde wohl bis zu zwei Wochen dauern, bevor sie vollständig gelöscht werden könnten, teilten die Behörden im betroffenen Südosten Australiens mit.

Frühwarnsystem soll kommen

Kevin Rudd (Foto: AP)

Ministerpräsident Rudd: Trägt seine Regierung eine Mitschuld?

Die Regierung in Canberra kündigte unterdessen an, die Einrichtung eines Frühwarnsystems voranzutreiben. Einige technische Hürden müssten jedoch noch genommen werden, sagte Vize-Ministerpräsidentin Julia Gillard im australischen Fernsehen. Der Regierung wird vorgeworfen, die Einrichtung des seit Jahren geforderten Frühwarnsystems verzögert zu haben, obwohl es in Australien regelmäßig zu schweren Buschbränden kommt.

Ermittlungen wegen Brandstiftung

Eine Sonderkommission soll herausfinden, wodurch die Brände ausgelöst wurden. Die Behörden ermitteln auch wegen Brandstiftung. Insgesamt zerstörten die Buschfeuer rund 1800 Häuser, etwa 7000 Menschen sind obdachlos. (wa)

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