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Pressemitteilungen

Trauer um Mitarbeiter des afghanischen Partnersenders

Am Mittwoch, 20. Januar, wurden in Kabul sieben Mitarbeiter des DW-Partnersenders Tolo TV Opfer eines Selbstmordattentäters. Weitere Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

DW-Intendant Peter Limbourg: „Ich möchte den Hinterbliebenen im Namen aller Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Welle unser Beileid ausdrücken. Dieser tragische Angriff auf Menschenleben ist auch ein feiger Versuch, die Meinungsfreiheit in Afghanistan zu verhindern. Die mutige Arbeit der Journalisten in Afghanistan verdient unseren größten Respekt.“

Saad Mohseni, Direktor der Moby-Gruppe: „Moby steht hinter allen Afghanen und den Medien, um die Opfer derer zu würdigen, die für unser Recht auf Meinungsfreiheit eintreten.“

Die Deutsche Welle und die Moby-Gruppe, zu der Tolo TV gehört, arbeiten auf diversen Feldern zusammen, unter anderem im News-Bereich. Die DW nutzt dabei Expertise und Vernetzung des Partners im Sendegebiet. Arakozia-Radio strahlt Teile des Paschtu-Programms der DW aus. Im Rahmen der Online-Partnerschaft übernimmt Tolonews.com beispielsweise Informationen der Dari/Paschtu-Redaktion der DW zum Thema Flucht.

Die Angestellten einer Produktionsfirma des TV-Senders Tolo waren auf dem Weg nach Hause, als der Selbstmordattentäter ihren Bus rammte. Weil es in Kabul kein funktionierendes öffentliches Verkehrssystem gibt, ist es üblich, dass Firmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fahrt zur Arbeit und nach Hause in Bussen organisieren.

Im Oktober 2015 hatten die Taliban sowohl Tolo TV wie auch den Sender TV1, ebenfalls ein Partnersender der DW, als „legitime militärische Ziele“ deklariert. Die „satanischen Kanäle“ seien Teil eines „amerikanischen Propaganda-Netzwerks“. Deshalb sei in Zukunft kein Angestellter mehr sicher. Die beiden Sendergruppen berichten kritisch über den Terror der Taliban in Afghanistan, aber auch über die Regierung.

In einem Statement im Internet bekannte sich das Sprachrohr der Taliban, das „Islamische Emirat Afghanistan“, zu dem Selbstmordattentat.