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Sport-News

Trauer um Manfred von Richthofen

Der ehemalige Präsident des Deutschen Sportbundes ist am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Er war maßgeblich an der Gründung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beteiligt.

Manfred von Richthofen ist tot. Der frühere Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB) starb am 1. Mai im Alter von 80 Jahren in Berlin. "Der deutsche und der Berliner Sport verlieren eine bedeutende Persönlichkeit, der wir viel zu verdanken haben", sagte der Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB) Klaus Böger. Von Richthofen führte vom 3. Dezember 1994 bis zum 20. Mai 2006 den DSB an.

Er war maßgeblich daran beteiligt, dass sich der Dachverband des deutschen Sports vor knapp acht Jahren mit dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammenschloss. Der Verstorbene war lange Zeit einziger Ehrenpräsident des DOSB, bis vergangenen Dezember IOC-Präsident Thomas Bach dazu kam. "Manfred von Richthofen hat sich um den deutschen Sport und damit unser ganzes Land verdient gemacht", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann: "Besonders für das Thema Breitensport und Sportentwicklung stand er wie kaum ein Zweiter. Er hat für den Sport in seiner gesellschaftspolitischen und sozialen Bedeutung wichtige Weichen gestellt."

Sorge um Vereinssport

Begonnen hatte der Unternehmer seine Laufbahn als Sportfunktionär im Jahr 1969 als Direktor des LSB Berlin, dessen Präsident er 1985 wurde. Seit 1983 gehörte er außerdem dem NOK von Deutschland an. In den 90er Jahren war von Richthofen maßgeblich an der Aufarbeitung des von Doping und Stasi durchzogenen DDR-Sports beteiligt. Stets sorgte er sich vor allem um den Vereinssport, an einen Bedeutungsverlust der Vereine in Zeiten des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels mochte er jedoch nie glauben. "Der ganze Sport wird auch in Zukunft mit den von der Ehrenamtlichkeit getragenen Vereinen stehen und fallen" - so lautete sein Credo.

tk/ck (sid, dpa)