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Schwerpunkte

Transnationale Migration und Sicherheit: Preis und Vorurteile

Montag, 20. Juni 2011, 16:00 Uhr im Raum Carstens

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Mit Sicherheit und Migration hängen eine ganze Reihe verschiedener Themen zusammen. Demzufolge treten in Diskussionen nicht nur heterogene Lösungsansätze auf, es gilt auch, gegensätzliche Blickwinkel zu berücksichtigen.

In der jüngsten politischen Debatte zum Themengebiet Sicherheit-Migration ging es in der Regel um die folgenden vier, mehr oder weniger substanziellen, Gefährdungsszenarios:

- Ein unkontrollierbarer Zuwachs an illegaler Migration, häufig diffus in Verbindung gebracht mit organisierter Kriminalität, beispielsweise Frauen und Drogenhandel.

- Angst vor einem “demographischen Ungleichgewicht” zwischen Zuwanderern und Einwohnern. Angefacht von abnehmenden Geburtenzahlen in vielen Industrienationen, neigt diese Debatte dazu, die Vorstellung der Einwohner gegenüber den Immigranten bald in der Minderzahl und in Konkurrenz bei der Job- und Wohnungssuche zu sein, über zu betonen.

- Misslungene oder mangelnde Integrationsbemühungen von beiden Seiten, Einwanderern und Einwohnern. Es entstehen Ängste vor Jugendgangs, Ghettoisierung und Parallellgesellschaften.


- Es besteht eine Tendenz in der politischen Debatte, Terrorismus und Migration miteinander zu verknüpfen. Öffentliche oder mediale Aufrufe zu strengeren Grenzkontrollen, um potenziell gefährliche Ausländer auszugrenzen, finden ihre Entsprechung auf der institutionellen oder bürokratischen Ebene

Allerdings werden durch die Überbetonung der Sicherheitsfragen in den Empfängerstaaten, weitere Dimensionen des Themengebiets Sicherheits-Migration häufig ignoriert oder verdrängt. Dies gilt besonders für Fragen der Sicherheit der Migranten, angefangen von mangelnder Sicherheit als Grund der Migration, lebensbedrohliche Zustände von Flucht oder Vertreibung bis zu wirtschaftlicher Unsicherheit im neuen Land. Es gilt auch für die Fragen der Ursachen nach den Migrationsprozessen im Ursprungsland der Migranten.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Workshop mit

- der Thematisierung von Sicherheit in der Politik und den Medien

- der EU-Politik zu Grenzsicherheit (Thema Frontex)

- der Beschäftigung mit dem Themengebiet Sicherheit-Migration in den Medien (anhand von Fallbeispielen)

- den entstehenden Implikation für politische Vorgaben


Moderation:
Jerry Sommer
Journalist and BICC Research Associate

Panelists:
Jochen Hippler
Political scientist and lecturer at the university.of Dusiburg Essen


Francesco Ragazzi
Assistant professor at the Institute of Political Science at Leiden University

Andrea Warnecke
Senior Researcher, BICC

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