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Fußball

Transfer-Hammer: Götze zu Bayern

Nationalspieler Mario Götze wechselt zur kommenden Saison von Borussia Dortmund zu Rekordmeister Bayern München. Die Ablösesumme soll 37 Millionen Euro betragen - ein neuer Bundesliga-Rekord.

Mario Götze in Aktion (Bild: Getty Images)

Mario Götze BVB Dortmund

Diese Meldung stellt selbst die Steueraffäre um Bayern-Präsident Uli Hoeneß und das gegen ihn laufende Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung in den Schatten: Deutschlands vielleicht größtes Fußball-Juwel, Mario Götze, verlässt Borussia Dortmund und heuert nach der laufenden Saison beim neuen deutschen Meister Bayern München an.

Wenige Stunden vor dem Champions-League-Duell der Bayern mit dem FC Barcelona war es die "Bild-Zeitung", die auf ihrem Online-Portal von dem spektakulären Transfer berichtete. Im Laufe des Vormittages bestätigte dann Borussia Dortmund, später der FC Bayern den Wechsel. Dortmunds Cheftrainer Jürgen Klopp äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid verärgert über den Zeitpunkt des Bekanntwerdens des Wechsels, fügte aber hinzu: "Wer immer es gewollt hat, dass unsere Vorbereitung gestört wird, wird keinen Erfolg haben". Er selbst habe von dem Transfer vor knapp zwei Wochen erfahren.

Neuer Transfer-Rekord

Allerdings hat Klopp Verständnis dafür, dass sein Mittelfeldstar eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag nutzt, vor allem mit der Perspektive künftig unter Startrainer Pep Guardiola arbeiten zu können. "Wir haben auch vor einem Jahr Marco Reus von Borussia Mönchengladbach für eine festgelegte Ablösesumme geholt. Er hat danach auch noch gute Spiele für Gladbach gemacht", meinte Klopp. "Wenn wir damit gut umgehen, wird uns Mario helfen, unsere Ziele zu erreichen."

Der 20-Jährige soll für eine in seinem Vertrag festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro den Verein verlassen dürfen, mit dem er zwei Meisterschaften und einen Pokalsieg feierte. Damit wäre Götze der teuerste Transfer innerhalb der Fußball-Bundesliga. Bislang hatte Mario Gomez diesen Rekord inne, als er für rund 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Bayern kam.

Götze, ein flexibler Offensivspieler, der bislang 22 Mal in der Nationalmannschaft eingesetzt wurde (fünf Tore), soll bei den Bayern einen langfristigen Kontrakt unterzeichnet haben. Der gebürtige Bayer hatte bei den Dortmundern einen Vertrag bis zum 30.06.2016. Es ist die zweite spektakuläre Neuverpflichtung der Münchener für die kommede Saison nach Trainer Pep Guardiola. Götze gilt als einer der Wuschspieler des spanischen Erfolgstrainers.

Wer kommt noch?

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt davon gesprochen, den Kader für das nächste Spieljahr nicht groß verändern zu wollen. Lediglich ein oder zwei Hochkaräter sollen kommen. Ein weiterer könnte Götzes Mannschaftskamerad Robert Lewandowski sein. Mehrere Medien und auch Insider berichten immer wieder vom großen Interesse des Rekordmeisters an dem polnischen Ausnahme-Stürmer.

Der Dortmunds Trainer Jürgen Klopp spricht mit seinem Spieler Mario Götze vor seiner Einwechslung (Bild: dpa)

Bald zeigt ihm nicht mehr Jürgen Klopp, sondern Pep Guardiola den Weg

Bleibt die Frage, wen Götze aus dem aktuellen Bayern-Kader verdrängen könnte. Auf seinen möglichen Positionen sind die Münchener mit Toni Kroos, Thomas Müller, Arjen Robben, Xherdan Shaquiri, Franck Ribéry, Mario Mandzukic und Mario Gomez hervorragend besetzt. Gut möglich also, dass einer oder mehrere dieser Topstars den Club bald verlassen.

Fürs Erste aber ist den Bayern gleich ein mehrfacher Coup gelungen: Hoeneß ist aus der Schusslinie genommen, Dortmund mittelfristig geschwächt und kurzfristig als potentieller Endspielgegner in der Champions League verunsichert. Die Revenche für die Niederlage gegen die Dortmunder im Transferduell um Nationalspieler Marco Reus vor einem Jahr ist also gelungen. Darüber hinaus wäre es für die Bayern auch eine späte Genugtuung: Ein Jahr zuvor hatte Dortmund den Rekordchampion im Werben um Marco Reus spektakulär ausgestochen. Der Gladbacher wechselte statt zu den Bayern für 17 Millionen zur Borussia.

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