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Fußball

Trainerchen, wechsel dich

Das Trainerkarussell ist bei zwei Fußball-Bundesligisten zum Stehen gekommen: Bayer Leverkusen verpflichtet überraschend Jupp Heynckes. Und der bisherige Bayer-Trainer Bruno Labbadia wechselt zum Hamburger SV.

Bruno Labbadia beim Pokalfinale in Berlin. Foto: ap

Labbadia beim DFB-Pokalfinale

Wer hätte das gedacht? Jupp Heynckes wird nach seinem Kurzgastspiel bei den Münchner Bayern auch in der nächsten Saison auf der Trainerbank eines Bundesligisten sitzen. Der 64-Jährige erhält bei Bayer 04 Leverkusen einen Vertrag bis Mitte 2011. Als Nachfolger Jürgen Klinsmanns hatte Heynckes in der Schlussphase der abgelaufenen Saison den FC Bayern München zur Vizemeisterschaft und damit der direkten Qualifikation zur Champions League geführt. "Ich habe gemerkt, dass es noch in mir brennt. Deshalb übernehme ich die neue Aufgabe in Leverkusen sehr gerne. Ich sehe in der jungen und talentierten Mannschaft großes Potenzial."

Trainer Jupp Heynckes mit Bayern-Stars Luca Toni und Franck Ribery. Foto: ap

Heynckes kann auch Stars -wie hier den Bayern-Spielern Ribery und Toni - noch Tipps geben

Abschied provoziert

Dennoch steht Heynckes vor keiner leichten Aufgabe. Für Leverkusen verlief die vergangene Saison enttäuschend. Als Tabellen-Neunter verpasste der Club deutlich einen Platz in der neuen, finanziell lukrativen Europa League, dem Nachfolger des Uefacups. Auch die letzte Chance, künftig international zu spielen, ließ Bayer ungenutzt: Leverkusen verlor das DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Werder Bremen mit 0:1. Bei dieser Partie saß Bruno Labbadia letztmals auf der Trainerbank des Werksclubs. Vor dem Finale hatte er öffentlich Verein, Spieler und Manager kritisiert und damit die Trennung provoziert. Laut Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser plante Leverkusen dennoch, die Zusammenarbeit fortzusetzen, "aber Bruno wollte einen Neuanfang". Danach sei Jupp Heynckes "erste Wahl" gewesen.

Ablösesumme in Millionenhöhe

HSV-Fans halten im Stadion blaue Vereinsfähnchen hoch. Foto: ap

Hamburgs Fans hoffen auf Erfolge mit Labbadia

Labbadia wechselt zum Hamburger SV, der einen Nachfolger für den in die Niederlande zurückgekehrten Trainer Martin Jol suchte. "Bruno Labbadia steht für absolute Professionalität, Geradlinigkeit, Leidenschaft und eine klare Spielphilosophie", meint HSV-Sportschef Dietmar Beiersdorfer. Die Hamburger hatten am letzten Spieltag der Saison noch Borussia Dortmund vom fünften Tabellenplatz verdrängt und damit gerade noch den Sprung in die Europa League geschafft. Labbadias Vertrag in Leverkusen lief eigentlich noch bis Mitte 2010. Über die Ablösesumme, die der HSV an Bayer 04 zahlt, vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. Angeblich soll sie zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro liegen. (sn/jb/dpa/sid)

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