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Afrika

Tragisches Minen-Unglück in Ghana

Ein schwerer Minen-Unfall hat im Westen Ghanas zahlreiche Opfer gefordert. Schon seit Jahren versucht die Regierung den illegalen Bergbau zu stoppen, bisher allerdings ohne Erfolg.

Goldmine Ghana (Foto:AP)

Bisher konnte Ghanas Regierung den illegalen Bergbau nicht stoppen

Bei dem Einsturz einer illegalen Goldmine in Ghana sind am Mittwoch (11.11.2009) mindestens 18 Menschen, darunter 14 Frauen, ums Leben gekommen. Die Polizei des westafrikanischen Landes spricht von einer der schlimmsten Minen-Katastrophen des Landes. Der Unfall habe sich in Dompoase, im Westen des Landes ereignet. Zu dem Zeitpunkt des Unfalls hielten sich unfegähr 30 Minenarbeiter in der illegalen und privat geführten Goldmine auf, sagte Polizeisprecher Kojo Antwi Tabi. Die Zahl der Todesopfer drohe noch weiter zu steigen.

Illgegal betriebene Minen

Minenarbeiter Kongo(Foto:AP)

In ganz Afrika riskieren täglich Menschen ihr Leben in illegalen Minen

Schon seit Jahren versucht die Regierung Ghanas, den ohne staatliche Lizenzen geführten Bergbau unter Kontrolle zu bringen. Doch bisher ohne Erfolg. Nach wie vor spielt der illegale Bergbau in Ghana eine große Rolle - viele Ghanaer verdienen sich hier ihren Lebensunterhalt. Auch die nationale Wirtschaft profitiert von dem Handel mit dem Gold.

Unglücksfälle häufen sich

Im vergangenen Monat wurden bereits zwei Arbeiter lebendig begraben, als eine Mine in Damang zusammenbrach. Viele der illegalen Minenarbeiter sind ehemalige Farmer, die von ihrem Land vertrieben wurden oder ehemalige Arbeiter staatlicher Minen, die aufgrund der fortschreitenden Technologisierung der Minenindustrie ihren Job verloren haben.

Ghana ist weltweit der zweitgrößte Goldproduzent. Allein im vergangenen Jahr nahm das Land durch den Export von Gold 2,2 Milliarden Dollar ein.

Autorin: Michaela Paul (afp/dpa)

Redaktion: Christine Harjes