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Aktuell Europa

Tränengas gegen Mai-Kundgebungen in Istanbul

Auf dem symbolträchtigen Taksim-Platz ist es erneut zu Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei wurde ein Mann getötet. Die Behörden hatten dort Mai-Kundgebungen verboten.

Demonstranten widersetzten sich dem Kundgebungsverbot, auf dem Taksim-Platz (Foto: dpa)

Demonstranten widersetzten sich dem Kundgebungsverbot, auf dem Taksim-Platz

Mit einem massiven Polizeiaufgebot und dem Einsatz von Tränengas sind die Behörden in Istanbul gegen verbotene Kundgebungen zum 1. Mai vorgegangen. Beim zentralen Taksim-Platz drängten Polizisten die Demonstranten zurück, die sich dem Verbot widersetzten. Auch andernorts in der Metropole kam es zu Zusammenstößen. Nach türkischen Medienberichten waren in der Stadt insgesamt 15.000 Polizisten und 120 Wasserwerfer im Einsatz. Der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wurden in Istanbul 170 Menschen festgenommen. Ein 57-jähriger Passant wurde von einem Wasserwerfer überfahren und getötet, als er am Rande der Auseinandersetzungen eine Straße überqueren wollte.

Die Behörden hatten sich zuvor mit einigen Gewerkschaften darauf verständigt, die 1.Mai-Kundgebung auf einem ausgewiesenen Areal im Bezirk Bakirköy außerhalb des Zentrums abzuhalten. Der Taksim-Platz im Herzen Istanbuls ist seit den

wochenlangen Protesten im Jahr 2013

zum Symbol des Widerstandes gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan geworden, dem seine Kritiker einen zunehmend autoritären Führungsstil vorwerfen.

ago/as (rtr, ape, Anadolu)

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