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Wirtschaft

Toyota rutscht tiefer in die Krise

Die Wirtschaftskrise hinterlässt beim weltgrößten Autobauer Toyota erhebliche Bremsspuren. Erstmals rechnet der japanische Konzern mit roten Zahlen. Erwartet wird ein Jahresverlust von rund drei Milliarden Euro.

Viele schwarze Autos (Foto: AP)

Der Branchenprimus verkauft immer weniger Autos

Es Jahresminus wäre das erste Mal, dass der japanische Konzern, der gerade erst General Motors als weltgrößten Autobauer abgelöst hat, überhaupt einen Verlust macht. Noch im Vorjahr hatte der Branchenprimus einen Rekordertrag in Höhe von knapp 15 Milliarden Euro eingefahren. Bereits im Dezember war Toyota von einem Verlust ausgegangen. Nach den neuerlich korrigierten Zahlen wird dieser Verlust jedoch drei Mal höher ausfallen, als noch Ende 2008 gedacht. "Wir hatten im Zeitraum Oktober bis Dezember eine wirklich harte Zeit", sagte Vize-Präsident Mitsuo Kinoshita am Freitag (6.2.2009).

Zum dritten Mal wird die Prognose korrigiert

Nach seinen Angaben hat sich die Talfahrt auf dem wichtigsten Automarkt in Nordamerika sowie in Europa und Japan 2009 weiter beschleunigt, weswegen Toyota seine Vorhersagen zum dritten Mal in Folge korrigieren musste. Die Führung des Unternehmens gibt sich aber ungeachtet der Krise optimistisch: Toyota werde durch Kostensenkungen und durch neue, bedarfsgerechte Produkte den Umschwung schaffen, versicherte Kinoshita.

Japans Wirtschaft leidet unter der Stärke des Yen

Toyota-Vizechef Mitsuo Kinoshita (Foto: AP)

Muss die schlechten Zahlen verkaufen: Toyota-Vizechef Mitsuo Kinoshita

Neben der Absatzkrise leidet Toyota wie auch andere japanische Exportunternehmen unter dem rasant gestiegenen Außenwert des Yen. Genau wie Toyota rechnen auch die heimischen Konkurrenten Mazda, Mitsubishi Motors und Fuji Heavy 2009 mit Verlusten. Die Nummer Zwei der Branche, Honda, strich zwar kürzlich auch die Ertragsprognose drastisch zusammen, würde damit aber immerhin - anders als Toyota - rote Zahlen vermeiden. Nissan, Japans Nummer Drei, gibt seine jüngsten Zahlen am folgenden Montag bekannt.

Wechsel an der Konzernspitze angekündigt

Neun Jahre lang hatte der Branchenprimus seinen weltweiten Absatz nach oben geschraubt, immer neue Rekordergebnisse eingefahren und der Konkurrenz das Fürchten gelehrt. Jetzt soll der Enkel des Firmengründers den Konzern aus der Krise führen. Der bisherige Stellvertreter Akio Toyoda wird im Juni Nachfolger des langjährigen Präsidenten Katsuaki Watanabe. Der 66-Jährige wird dafür Vizechef des Aufsichtsrats. (mm)




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