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Italien

Touristen vor Waldbränden in Italien in Sicherheit gebracht

Wegen der Waldbrände in Italien mussten hunderte Touristen ihre Feriendomizile verlassen. Die extreme Hitze und Trockenheit fachen die Brände weiter an. Italien kann das Problem nicht mehr allein bewältigen.

Ein Zivilschutz-Mitarbeiter in der Nähe von Cosenza in Süditalien (picture-alliance/AP Photo/F. Arena)

Ein Zivilschutz-Mitarbeiter in der Nähe von Cosenza in Süditalien

In der süditalienischen Region Basilikata sind wegen der Waldbrände drei Campingplätze in dem Badeort Metaponto di Bernalda geräumt worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Ein Video zeigte dicke schwarze Rauchwolken über dem Strand, verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.

Am Vortag waren schon in Sizilien Hunderte Menschen aus einem Feriendorf gebracht worden, das von Flammen bedroht wurde. In Kalabrien kamen nach Medienangaben zwei ältere Menschen bei Löschversuchen ums Leben.

Häufige Brandstiftugen

Die Waldbrände werden durch die extreme Hitze und Trockenheit vor allem in Süditalien weiter angefacht. In Italien ist in vier Wochen fast so viel Waldfläche vernichtet worden wie im gesamten letzten Jahr. Seit Mitte Juni seien mehr als 26.000 Hektar verbrannt, teilte der Umweltschutzverband Legambiente mit. Das seien mehr als 93 Prozent der Fläche des gesamten Vorjahres. Schuld ist oft Brandstiftung.

Ein Löschflugzeug nahe Cosenza (picture-alliance/AP Photo/F. Arena)

Ein Löschflugzeug nahe Cosenza

Auch an den Hängen des Vesuvs loderten weiter die Flammen. Im Nationalpark um den Vulkan war auch das Militär im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen. Anwohner und Umweltschützer sprachen von Brandstiftung und von illegalen Müllkippen, die dort brannten. Sie beklagten mögliche Giftstoffe in der Luft.

Umweltminister Gian Luca Galletti äußerte den Verdacht, die Brände am Vesuv seien das Werk der Mafia. Es seien zu viele Brände, um zufällig entstanden zu sein, sagte er der Tageszeitung Corriere della Sera.

Kritik von Umweltschützern

Insgesamt musste die Feuerwehr zu 1000 Einsätzen im ganzen Land ausrücken. Frankreich schickte im Rahmen eines EU-Hilfsprogramms drei Löschflugzeuge nach Italien. Das Risiko für Brände sei vor allem im Süden des Landes und in Sardinien weiter hoch, hieß es in der Mitteilung der EU-Kommission. Es sei das erste Mal seit 2009, dass Italien Lösch-Hilfe über die EU angefordert habe.

Die Umweltschützer von Legambiente kritisierten auch, dass die Regierung und Regionen zu wenig täten, um Bränden vorzubeugen.

stu/se (ap, dpa)

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