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Wirtschaft

Touristen-Rekord für Ruhr 2010

Die wirtschaftliche Bilanz der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 ist beeindruckend. Das Programm Ruhr 2010 lockte mehr als 10 Millionen Gäste in die ehemalige Kohle- und Industrieregion.

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Ein erfolgreiches Jahr - für die Zeche Zollverein und das ganze Ruhrgebiet

Damit bricht das Ruhrgebiet den Besucherrekord der Europäischen Kulturhauptstädte. Spitzenreiter war vorher Liverpool - die Kulturhauptstadt von 2009 - mit 9,7 Millionen Gästen.

Deutschland Kulturhauptstadt Ruhrgebiet Ruhr 2010 Oliver Scheytt

Oliver Scheytt sieht die Zukunft des Tourismus im Ruhrgebiet optimistisch

"Insgesamt ist die Zahl der Ankünfte um 13,4 Prozent zwischen Januar und September gestiegen und in der eigentlichen Kulturhauptstadt Essen sogar um 30 Prozent", sagt sagt Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH. "Und es zeichnet sich ab, dass auch im nächsten Jahr diese große Touristenzahl erreicht werden kann."

Investitionen von über 500 Millionen Euro

Die Zeche Zollverein besuchten 2010 doppelt so viele Touristen wie im vorherigen Jahr. Dieses Weltkulturerbe ist zu einem Symbolbild der Metropole Ruhr geworden. Wie wichtig diese Bilder sind, erklärt auch Fritz Pleitgen, Cheforganisator der Kulturhauptstadt Ruhr 2010: "Das Ruhrgebiet hat leider ein veraltetes, standortschädliches Image als heruntergekommene Industrieregion. Wir wollten mit starken, frischen Bildern dagegen angehen - und ich denke, das ist uns gelungen."

Europäische Kulturhauptstadt Essen

Kunst auf schwimmenden Inseln: Das Projekt "Ruhr-Atoll" in Essen

Ähnlich sieht auch Oliver Scheytt die positive Rolle der Kulturhauptstadt als Standortfaktor, der sehr viele neue Investitionen angestoßen hat: "Wir haben eine Gesamtsumme von über 500 Millionen Euro an Investitionen ermittelt. Das bedeutet, sehr viele Arbeitsplätze sind dadurch auch finanziert worden und viele davon werden auch dauerhaft erhalten bleiben."

Viele Projekte werden 2011 fortgeführt

Zum Beispiel wurden die Bahnhöfe in Essen und Dortmund renoviert und neue Museen und Kultureinrichtungen gebaut. Außerdem entstanden in der Region fünf neue Besucherzentren, die auch nach dem Ende des Festjahres zur Förderung des Tourismus beitragen sollen. Für diese neue Infrastruktur wurde die Ruhr Tourismus GmbH für den Deutschen Tourismuspreis nominiert.

Die über 300 Projekte und 5.000 Veranstaltungen des Kulturhauptstadt-Jahres pendelten zwischen Hochkultur und Mitmach-Aktionen für alle. Das Modell war erfolgreich: deshalb sollen mehr als 30 dieser Projekte auch 2011 fortgeführt werden - unter anderem, die enge Zusammenarbeit der Museen in der Region.

Hoffnung auf eine langfristige Entwicklung im Tourismus

Deutschland Kultur Ruhr 2010 Fritz Pleitgen

"Nicht nachlassen", fordert Fritz Pleitgen

Denn es dürfe keinen Absturz geben, warnt Fritz Pleitgen: "Die Kulturhauptstadt Linz 2009 hat eine Erfahrung gemacht, die wir aufmerksam zur Kenntnis nehmen sollten: nach einem sehr erfolgreichen Jahr als Kulturhauptstadt verzeichnete sie eine Einbuße beim Tourismus von 15 Prozent."

Also dürfe das Ruhrgebiet nicht nachlassen. Es müsse im Bewusstsein der Menschen Kulturhauptstadt bleiben, sagt Fritz Pleitgen. Umfragen unter Städtereisenden in der Region lassen auf eine langfristige Entwicklung hoffen: den meisten hat der Urlaub im Revier so gut gefallen, dass sie auch ein zweites Mal in die Metropolenregion reisen wollen.

Autorin: Alexandra Scherle

Redaktion: Klaus Ulrich

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