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Reise

Tourismus: Iran erhofft sich Millionengewinne

Nach Abschluss des Atomabkommens und dem Abbau der Sanktionen setzt der Iran verstärkt auf Tourismus und lockert seine Einreisebedingungen.

Künftig sollen Ausländer ihr Visum bei der Ankunft im Flughafen erhalten, wie ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte. Die Regelung gelte nicht für Bürger aus den USA, Großbritannien, Frankreich und acht weiteren Staaten, so das Außenministerium.

Bis 2025 sollen 20 Millionen Touristen jährlich das Land besuchen, die Einnahmen sollen sich verfünffachen, auf 30 Milliarden US-Dollar jährlich. Seit März 2015 haben mehr als vier Millionen Besucher den Iran bereist, das ist ein Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwei Drittel der Gäste kommen aus Nachbarländern wie Irak, Afghanistan oder Pakistan, die meisten von ihnen sind Pilger, die heilige Stätten des schiitischen Islams besuchen.

Touristen aus westlichen Ländern machen zur Zeit nur fünf Prozent der Besucher aus, die Tendenz ist steigend. Das Reiseland Iran gilt verglichen mit anderen Regionen als relativ sicher. Es profitiert davon, dass viele Touristen nach den Terroranschlägen in Ägypten und Tunesien auf alternative Reisezielen ausweichen. "Bei der Entscheidung spielen Sicherheit und Frieden eine große Rolle. Das Atomabkommen und die Reisen von Staatspräsident Rohani nach Italien und Frankreich haben für Iran viel bewirkt", so Ebrahim Pourfaraj, Chef von Pasargad Tours und Vorsitzender der Vereinigung iranischer Reiseveranstalter.

Die Bilanz ist positiv. Die Vier- und Fünfsterne- Hotels in den Städten Isfahan, Schiras und Yazd sind schon Monate im Voraus ausgebucht. Englische und französische Tourguides sind bis Ende 2017 ausgelastet.

Der Tourismusboom in Iran setzte bereits 2013 mit der Wahl des neuen Staatspräsidenten Hassan Rohani ein. Der Iran, der als Reiseziel lange tabu war, lockt jetzt mit dem Reiz als exotisches und relativ unberührtes Reiseziel. Es bietet Ski-Resorts, UNESCO-Welterbestätten, Wüstenlandschaften und faszinierende Städte wie Isfahan oder Schiras.

at / is (afpe)